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Bild: Weihbold
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Runtastic feiert neues Büro und 110 Millionen Nutzer

  • Prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft standen am Mittwoch bei der Eröffnung der neuen Büroräume auf der Gästeliste.
  • Ausbau als Bekenntnis zum Standort Oberösterreich - das neue Büro in der PlusCity ist 2.200 Quadratmeter groß und beheimatet 160 Mitarbeiter.

Erfolg wirkt anziehend

Erfolg wirkt anziehend

Runtastic
  • 210 Millionen
    App-Downloads
  • 110 Millionen registrierte Nutzer
  • Heute hat Runtastic
    insgesamt rund
    200 Mitarbeiter aus
    33 Nationen

Wenn Florian Gschwandtner und sein Runtastic-Team rufen, kommen sogar die Spitzen der Republik und die lokale Politprominenz in die Paschinger Plus City. Bundeskanzler Christian Kern (SP) und Außenminister Sebastian Kurz (VP) statteten Runtastic Mittwoch Nachmittag - zeitversetzt - einen Besuch ab. Auch Adidas-Vorstand Eric Liedtke war als Eigentümervertreter zugegen.

Immerhin ist das junge oberösterreichische Unternehmen, das 2015 von Adidas um 220 Millionen Euro gekauft wurde, die erfolgreichste App Österreichs mit 110 Millionen registrierten Nutzern und 210 Millionen App-Downloads. Täglich wird die Fitness-App mehr als 150.000 Mal weltweit heruntergeladen.

Gut zwei Millionen Euro haben Plus-City-Eigentümer Ernst Kirchmayr und Runtastic gemeinsam in die Büroerweiterung und -modernisierung des Start-Ups investiert. Zwar stufte Kirchmayr die jungen Wilden zu Beginn ihres Mietverhältnisses eher als Risiko denn als sichere Bank ein; über die Jahre gewann er offenbar Vertrauen. Er sah zu, erzählte er bei der gut besuchten Veranstaltung, andere Büro-Mieter aus der Plus-City hinauszubekommen, um den vier Gründern von Runtastic die notwendigen Wachstumsmöglichkeiten bieten zu können.

Ausgerechnet Pasching?

"Wer jetzt was Technisches studiert, braucht sich in 100 Jahren keine Sorgen um einen coolen Job zu machen."
Florian Gschwandtner, Runtastic-Chef und
Co-Gründer

Doch wieso will ein internationales Start-Up ausgerechnet in Pasching bleiben? Aus persönlichen Gründen, so der Runtastic-Frontmann Gschwandtner. Standort-Angebote aus Europa habe man ausgeschlagen. „Es war nie eine große Diskussion, woanders hinzugehen. Unser Produkt ist auf Knopfdruck ohnehin in der ganzen Welt.“
Außerdem sei die Qualität der Software-Entwickler in Oberösterreich sehr hoch, „in Silicon Valley ist das nicht besser. Besser sind dort höchstens manche Einstellungen wie bei der Fehlerkultur“, so Gschwandtner. „Und es funktioniert, Menschen aus aller Welt nach Pasching zu bringen, das haben wir gesehen.“ Runtastic sucht für das internationale Team „mehr denn je Verstärkung, vor allem im technischen Bereich“, sagt Technikchef Christian Kaar. Mittlerweile arbeiten 195 Menschen aus 36 Nationen für Runtastic. Neben Pasching (160 Mitarbeiter; Platz für 230) gibt es Standorte in Wien, Salzburg und San Francisco.

Jetzt gelte es nach dem steilen Aufstieg den Erfolg zu verteidigen, mahnt Kirchmayr die Jungen fast ein wenig neidisch, denn „während wir versucht haben, Pasching zu erobern, haben die inzwischen die Welt erobert“. Er selbst hat die Modernisierung seiner 25-Jahre alten Büros aufgeschoben, weil er erst die „Multikulti-Erfahrungen“ von Runtastic mit den modernen Arbeitsflächen abwarten will. Diese erstrecken sich nun auf 2200 Quadratmeter im vierten und fünften Stock der Plus City inklusive Dachterrasse. Jürgen Holler (Symbios in Alkoven) konzipierte und plante sie. 

Video: Kern und Kurz in Pasching

Video: Kern und Kurz in Pasching

In Pasching haben sich am Mittwoch sowohl Bundeskanzler Christian Kern als auch Außenminister Sebastian Kurz die Ehre gegeben. Treffen wollten die beiden einander dabei eigentlich nicht.

Runtastic - eine Erfolgsgeschichte

Runtastic - eine Erfolgsgeschichte

Runtastic wurde 2009 von Christian Kaar, Florian Gschwandtner, Alfred Luger und Rene Giretzlehner gegründet. 2013 wurde verkauft: 50,1 Prozent erwarb der Medienkonzern Axel Springer. Die Gründer hielten je zehn Prozent. Investor Hansi Hansmann den Rest. Mit dem Verkauf an Adidas im Jahr 2015 verdienen nicht nur die Firmengründer gut. Das Berliner Medienhaus beziffert seinen Buchgewinn mit „zwischen 80 und 90 Millionen Euro“.

Seit Januar hat die App die 200-Millionen-Download-Marke durchbrochen. "Im zweistelligen Millionenbereich" liegt die Zahl der aktiven Nutzer. "In Summe zählen wir zu den Top 3 der weltweiten Fitness-Apps", so Runtastic-CEO Florian Gschwandtner.

Video-Interview mit Florian Gschwandtner, Teil 1

Im ersten Teil spricht der CEO Florian Gschwandtner u.a. über die Vorhaben, die Zusammenarbeit mit Adidas bzw. was Ozeanflaschen und der Laufsport miteinander zu tun haben.

Video-Interview mit Florian Gschwandtner, Teil 2

Im zweiten Teil spricht der CEO Florian Gschwandtner u.a. über die Start-Up Szene samt Schwierigkeiten, seine Vorschläge an die Politik und warum das Bildungssystem modernisiert gehört.

Von nachrichten.at, 04. Mai 2017

Kommentare

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„was macht der luger dort eigentlich .... swap app?“ laskpedro was macht der luger dort eigentlich .......
„Politiker haben keine Ahnung worum es geht. - Ganz ehrlich, mir kommt das so vor:Aber wenn es ...“ Till-Eulenspiegel Politiker haben keine Ahnung worum es ge...

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