
Für Muße bleibt nicht viel Zeit: Zwischen letzten Proben und Schminken bei der Visagistin vor Ort geht sich gerade einmal ein Foto aus: „Ja, wir sind ganz schön nervös“, sagt Michaela Köchler. Immerhin eröffnet sie mit ihrem Bruder Lukas den Opernball. Zum ersten und zum letzten Mal – so sieht es das Regelwerk der Wiener Staatsoper vor. „Das gibt‘s nur einmal, das kommt nie wieder...“
Im Orgelsaal des sechsten Stocks der Wiener Staatsoper warten die Debütanten auf ihren großen Auftritt – hier wurlt es in Schwarz-Weiß. Man muntert sich auf, geht im Geiste noch einmal schnell die Schritte durch – „heute darf nichts schiefgehen“. Und dann geht alles schnell – die Damen schnappen ihre Blumensträuße und runter geht es aufs Parkett. Scheinwerfer an, und los! „Alles Walzer und viel Vergnügen!“
Michaela und Lukas Köchler haben bisher noch gar keinen Blick in das mit Blumen geschmückte Foyer erhascht: „Wow – sehr schön dekoriert, aber wir sind ja beim Seiteneingang hereingekommen“, sagt Michaela. Die Augen werden groß – und bevor man sich‘s versieht, ist auch schon die Mitternachtsquadrille dran. „Die ist unbeschwerter als die Eröffnung, aber auch nicht so feierlich“, attestiert das Geschwisterpaar.
Seit 18 Stunden auf den Beinen
Unsere beiden Mühlviertler sind nun schon mehr als 18 Stunden unterwegs, da drückt auch der bequemste Schuh und Michaela wechselt ihre weißen Ballschuhe gegen schwarze Pumps – „die sind bequemer“. Doch die rauschende Ballnacht ist lange noch nicht vorbei. Immerhin hat Landsmann Ludwig Scharinger die Debütanten um ein Uhr früh in seine Loge geladen, ist er doch wie die Geschwister aus Arnreit. Und was es alles zu sehen gibt! Nebenan wird Josef Pröll interviewt, Dominic Heinzl drängelt sich vorbei, und Größen aus Politik und Kunst geben sich im ersten Rang die Logenklinken in die Hand. Mittendrin Michaela und Lukas. Mittlerweile ist es nach drei Uhr in der Früh – die Mühlviertler Geschwister erkunden die zahlreichen Bars der Oper: Heuriger, Champagnerbar (0,1 Liter um 30 Euro) und auch eine Disco gibt es in der Staatsoper. Und nach einer durchtanzten Nacht macht sich schließlich Hunger breit: „Jetzt gehen wir noch auf ein Paar Frankfurter“, beschließen die beiden Tänzer nach Ballschluss um fünf Uhr in der Früh.

Pistenspaß – „Besser kann es nicht sein“
OMV stößt auf große Gasquelle, bangt aber um Nabucco-Projekt
Aufstand gegen Chelsea-Trainer
Aschermittwoch in Bayern: Maulkorb für die CSU-Wadlbeißer