Der Chef der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Frank-Walter Steinmeier ,hat seiner schwer kranken Frau Elke Büdenbender (48) gestern eine Niere gespendet. Der mehrstündige operative Eingriff fand am Nachmittag statt.
Das Ehepaar hatte sich auch wegen der langen Wartezeiten auf Organe von Verstorbenen zu einer Nieren-Lebendspende entschlossen. Der 54-jährige Fraktionschef hatte bereits am Montag angekündigt, dass er wegen der Transplantation voraussichtlich bis Oktober politische Auszeit nimmt.
Zweite Niere nicht nötig
Auch Österreichs Altkanzler Franz Vranitzky hat vor fünf Jahren seiner Frau Christine eine Niere gespendet. Auch Niki Lauda bekam das Spenderorgan - einmal von seinem Bruder und erst vor wenigen Jahren von seiner jetzigen Lebensgefährtin Birgit Wetzinger.
In der Regel - also wenn keine Komplikationen auftreten - dauert die Operation, bei der die Ärzte die Niere entnehmen, zwei bis drei Stunden, nach spätestens fünf Tagen darf der Spender das Krankenhaus wieder verlassen und ist nach zwei bis drei Wochen wieder voll einsatzfähig. Selbst Alkohol und fettes Essen seien erlaubt, wenn die Betroffenen es nicht übertreiben. Aber das gelte ohnehin für jeden, der gesund bleiben will. Die fehlende Niere stellt für den Körper jedenfalls kein Problem dar. Studien haben gezeigt, dass Nierenspende keine kürzere Lebenserwartung haben.
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