
Um 11.00 begann die Startaufstellung der Oldtimer, um 13.00 der „Grand Prix“, bei dem die Fahrzeuge fünf Schaurunden absolvierten. Für Vettel war ein Porsche Formel-1-Wagen von 1962, „mit Knüppelschaltung, ohne Elektronik, mit 180 Vergaser-PS, ohne Kohlefaser, ohne Aeropaket und Bord-Computer“ vorgesehen, wie die Veranstalter betonten. Weitere Starter beim Demo-Grand-Prix am Samstag waren Sir Stirling Moss in einem Maserati 450S von 1957, Gerhard Berger in einem Porsche 917/10 TC von 1972, David Coulthard in einem Red Bull Nascar Toyota Camry von 2010 und, als einzige Pilotin, die erste Frau der Formel-1, Maria Teresa de Filippis in einem Maserati 250F/V12 von 1953.
Vettels Eltern, Heike und Norbert, bestritten den regulären Wettbewerb mit einem Porsche 356 Speedster, Baujahr 1958. Hier lag das Team Pius Weckerle/Stefan Hommel in Führung, vor Sebastian Klackl/Gernot Kronberger auf dem zweiten und Werner Fessl/Wolfgang Artacker auf dem dritten Platz. Der ehemalige Justizminister Dieter Böhmdorfer, Co-Pilot von Florian Böhmdorfer, wurde von einer vorläufigen Platzierung unter den ersten zehn überrascht: „Das ist ein Scherz, oder?“, fragte er laut den Veranstaltern ungläubig. Das Finale der Ennstal-Classic startete nach dem Schaufahren am Nachmittag.
Schon am Freitag mussten die Fahrer mit Hagel, Nebel sowie Kühen auf der Rennstrecke zurechtkommen. Auch für das Wochenende sind in der Steiermark wieder Unwetter mit Hagel und Sturm angesagt. An dem Rennen der Ennstal-Classic nehmen auch sehr seltene - und damit teure - Autos teil, u.a. ein Ferrari 250 GT California SWB, dessen Wert auf bis zu 4,4 Mio. Euro geschätzt wird, der Rolls Royce 17EX Torpedo, der in den 1920er-Jahren einem indischen Maharadscha gehörte, oder der rund 700.000 Euro teure Veritas Silberpfeil. Allein die teilnehmenden Ferrari-Wagen sind gemeinsam rund 20 Millionen Euro wert.
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