Am 29. Mai entscheidet Europa, wer den Eurovision Song Contest gewinnt. Schon jetzt zeichnet sich ab: Deutschland ist der Favorit in Oslo. Laut Googles Prognose-Tool liegt Lena Meyer-Landrut (18) momentan mit Abstand auf Platz 1.
Basierend auf Suchanfragen zeigt das Google-Tool die Popularität jedes Teilnehmers und berechnet die Punktzahl, die dieser erhalten würde, fände die offizielle Abstimmung heute statt. Damit können User herausfinden, welcher Song gerade besonders beliebt ist.
Google listet Deutschland vor Georgien
Lena, die mit dem Lied "Satellite" antritt, führt momentan die Rangliste mit 347 Punkten an. Danach folgt Sofia Nizharadze aus Georgien mit 265 Punkten. Auf Platz drei steht derzeit die Schwedin Anna Bergendahl mit 131 Punkten.
Zwar zählt beim Finale in Oslo auch die Bewertung der Jury zu 50 Prozent, aber: Im vergangenen Jahr wusste das Prognose-Tool vorab, dass der Norweger Alexander Rybak (23) als Sieger von der Bühne gehen würde.
Lena will unter die besten Zehn
Deutschlands Hoffnung hat sich unterdessen erstmals zu ihren Zielen für den Song Contest geäußert. „Platz 28 wäre nicht so geil. Alles ab zehn ist okay“, sagte die 18-jährige Hannoveranerin dem Magazin „Stern“. Da es im Finale nur 25 Teilnehmer gibt, ist zumindest das von Meyer-Landrut befürchtete schlechteste Szenario schon mal ausgeschlossen.
Die erst durch den Vorentscheid „Unser Star für Oslo“ bekanntgewordene Sängerin erklärt sich ihren kometenhaften Aufstieg zur deutschlandweit beliebten Künstlerin durch ihr Normalsein. „Vielleicht denken viele so gut über mich, weil das Fernsehen sonst so viele gescheiterte Existenzen zeigt. Schalt nachmittags den Fernseher ein, egal, welchen Kanal du siehst. Du siehst fast nur kaputte Familien.“
Sängerin träumt von Schauspielkarriere
Ihr aktueller Traum sei, neben der Musik auch in der Schauspielerei Fuß zu fassen. Ihr Plan, in Berlin Schauspiel zu studieren, stehe noch. „Irgendwann in einem Tim-Burton-Film mitzuspielen wäre der absolute Wahnsinn. Ich liebe seine Filme. (...) Dass Johnny Depp mitspielt, ist natürlich auch nicht schlecht“.
19 Länder warten auf allerersten Sieg
Die deutschen Grand-Prix-Fans warten auf den zweiten Sieg Deutschlands beim größten Musikwettbewerb der Welt, dem Eurovision Song Contest. Erst ein einziges Mal bei den bisher 54 Veranstaltungen stand eine deutsche Künstlerin ganz oben - 1982 Nicole mit dem Lied „Ein bißchen Frieden“. Allerdings geht es anderen Nationen noch schlechter: 19 Länder - von Albanien bis Zypern - hoffen diesmal auf ihren allerersten Sieg, einige von ihnen wären wohl schon froh, wenn sie überhaupt das Halbfinale überstehen und am 29. Mai um 21 Uhr im Konzert der 25 Finalisten in Oslo dabei wären. Österreich dagegen hat sich entschieden, wie schon 2006, 2008 und 2009 auf die Teilnahme zu verzichten. Der ORF verzichtet auch auf eine Ausstrahlung.
In der bisherigen Geschichte des Song Contests konnte Österreich nur einmal einen echten Erfolg verbuchen: mit Udo Jürgens, der 1966 mit „Merci Cherie“ den ersten Platz errang. Bereits dreimal (1981, 1984 und 1991) landeten österreichische Kandidaten am letzten Platz. 2007 schied Eric Papilaya mit „Get A Life - Get Alive“ bereits im Semifinale aus, er wurde dort Vorletzter mit vier Punkten. Auch 2005 ist Österreich schon im Semifinale gescheitert. 2003 wurde Alf Poier mit „Weil der Mensch zählt“ Sechster von 26 Teilnehmern.
Neuer Modus bei Telefonabstimmung
Alle sehnen bei der Show den legendären Ruf „Twelve points!“ herbei, und das möglichst oft. Denn an der Punktevergabe hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert. Jedes Teilnehmerland stimmt ab und kürt seine persönlichen Top Ten - der erste Interpret bekommt zwölf Punkte, der zweite zehn, der dritte noch acht Punkte, und dann geht es runter von sieben bis zu einem Punkt. Verlesen wird das wegen der Spannung natürlich von eins bis zwölf.
In diesem Jahr stimmen wieder Fernsehpublikum und nationale Jurys ab, ihre Wertungen gehen jeweils zu 50 Prozent in die Gesamtwertung einer Nation ein. Für das eigene Land darf man nicht stimmen.
Neu ist der Modus der Telefonabstimmung: Sobald der erste Teilnehmer aufgetreten ist, dürfen die Fans ihren Favoriten per Telefon wählen. Bisher wurden die Telefonleitungen immer erst freigeschaltet, nachdem alle Interpreten aufgetreten waren. Die Grand-Prix-Macher erhoffen sich mit der Neuregelung mehr Gerechtigkeit - vor allem für die vorderen Startplätze. Zuletzt war beobachtet worden, dass Sänger mit höheren Startnummern bessere Chancen hatten, möglicherweise weil ihr Song den Fans besser im Gedächtnis haften blieb. Die deutsche Teilnehmerin Lena Meyer-Landrut geht als 22. ins Rennen.
Nur fünf Länder automatisch im Finale
Insgesamt beteiligen sich diesmal 39 Länder an der Musik- Europameisterschaft - das sind drei weniger als im vergangenen Jahr. Neulinge sind nicht dabei. Fünf Länder sind automatisch für das Finale qualifiziert: die großen Geldgeber der veranstaltenden Europäischen Rundfunk-Union (EBU) - Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien - sowie der Vorjahressieger und Gastgeber Norwegen. Alle anderen müssen sich über die zwei 17er-Halbfinals (25. und 27. Mai, jeweils 21 Uhr) qualifizieren. Die zehn Besten beider Halbfinals kommen weiter.
Grand-Prix-Rekordsieger ist Irland mit sieben Triumphen, der letzte liegt aber schon 14 Jahre zurück. Dahinter folgen Frankreich, Großbritannien, Irland und Luxemburg mit je fünf Siegen.
also ich finde das Lied ganz nett und vor allem die Sängerin auch recht sympatisch. Muss aber zugeben, dass ich noch kein einziges Konkurrenzlied kenne.
Einen Schwachpunkt sehe ich allerdings in ihrer Live-Performance. Hier muss sie noch ein wenig üben, damit sie etwas an die Ausstrahlung in ihrem Video herankommt.
Aber eine Platzierung im oberen Drittel traue ich ihr auch so zu. Wenns noch ein bisschen übt und die Nerven behält vielleicht sogar das Treppchen 
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