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Gerüchte um Sarkozy-Affären: Geheimdienst eingeschaltet

PARIS. Geheimdienstsache waren zeitweise die Ermittlungen zur Herkunft von Gerüchten um die außerehelichen Affären von Präsident Nicolas Sarkozy und seiner Frau Carla Bruni. Der Präsidenten soll mit Umweltministerin Chantal Jouanno und seine Frau Carla Bruni mit Musiker Benjamin Biolay mehr als eine berufliche Beziehung gehabt haben.

Der Inlandsgeheimdienst DCRI sei von Polizeichef Frederic Pechenard Anfang März beauftragt worden, die Herkunft der Informationen zu klären, die über einen Blog-Eintrag ins Internet gelangt waren, sagte DCRI-Chef Bernard Squarcini. Allerdings sei die Zuständigkeit Ende März an die Justiz übergegangen, weil die Herausgeber des „Journal du Dimanche“, auf dessen Homepage die Informationen gelangt waren, Anzeige erstattet hätten.

„Wir haben uns bis zur Einleitung der juristischen Ermittlungen damit befasst“, sagte Squarcini. Die Gerüchte über eine Gefährdung der Ehe des Präsidenten waren rasch in die Schlagzeilen der ausländischen Presse gelangt. In Frankreich wurden sie in den meisten Medien nicht aufgegriffen.

Carla Bruni: "Bedeutungslose Gerüchte"

Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy äußerte sich gestern erstmals öffentlich. Sie sprach von „bedeutungslosen Gerüchten, die nichts zählen“. Sie habe mit ihrem Mann beschlossen, den Gerüchten „keine Bedeutung“ beizumessen. Zugleich versicherte Bruni-Sarkozy, es sei „unvorstellbar“, dass es in dieser Sache eine „polizeiliche Untersuchung“ gebe.

Sarkozys Kommunikationsberater Pierre Charon hatte vor einigen Tagen angedeutet, dass hinter den Gerüchten auch „ein organisiertes Komplott“ stecken könne. Der Anwalt des Präsidenten, Thierry Herzog, sagte am Dienstag, es sei sicherlich kein Zufall, dass Sarkozy und seiner Frau ein „ausschweifendes Privatleben“ angedichtet worden sei. Ein Minister hatte zuvor den Verdacht geäußert, die Gerüchte könnten gestreut worden sein, um Sarkozy vor Frankreichs G-20-Präsidentschaft im kommenden Jahr „zu destabilisieren“.

Hinter den Gerüchten vermutet Präsident Sarkozy seine frühere Vertraute, Ex-Justizministerin Rachita Dati. Nachdem die Zeitungsberichte zwei Mitarbeitern eines Medienkonzern den Job gekostet haben, dementiert die Regierung Spekulationen, dass Dati vom Geheimdienst abgehört wurde.

Kommentare
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Artikel 08. April 2010 - 13:33 Uhr
apa/nachrichten.at
Bild vergrößern Sarkozy immer unbeliebter

Bild: epa

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