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Mo’Nique: Fünf Oscars ohne Vorurteile

Eine arbeitslose Mutter, die ihre 16-jährige Tochter missbraucht: Mit dieser Rolle im Drama „Precious“ hat Schauspielerin Mo’Nique die Oscar-Jury überzeugt. Sie ist damit die fünfte afroamerikanische Schauspielerin, der das gelungen ist. „Precious“ läuft ab heute in unseren Kinos.

Monique Imes, wie die 42-Jährige mit vollem Namen heißt, wird nun in einem Atemzug mit Größen wie Jennifer Hudson, Halle Berry, Whoopi Goldberg und Hattie McDaniel genannt. Alle diese fünf Afroamerikanerinnen haben für ihre schauspielerischen Leistungen einen Academy Award bekommen.

Mo’Nique, Mutter dreier Kinder, ist außerdem noch Moderatorin einer eigenen Talk-Show sowie als Comedian und Autorin tätig. Das Kleid, das sie zu den Academy Awards trug, war inspiriert von jenem, das Hattie McDaniel bei ihrer Verleihung im Jahr 1940 trug.

Wichtige Vorreiterin

McDaniel, die Lieblingsschauspielerin von Mo’Nique, war eine Pionierin. Nicht nur, dass sie als Mammy in „Vom Winde verweht“ (1939) als erste Afroamerikanerin überhaupt mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Sie war auch die Erste dieser ethnischen Gruppe, die 1915 im Radio Lieder sang und dann nach ihrem Tod 1952 im Rosedale Cemetery von Los Angeles begraben wurde..

Der Paraderolle als Zimmermädchen blieb Hattie McDaniel auch in späteren Filmen treu. „Warum sollte ich mich darüber beklagen, 700 Dollar die Woche für diesen Part zu bekommen? Ich spielte lieber das Dienstmädchen, als selbst eines zu sein – dann allerdings mit einem Verdienst von sieben Dollar“, sagte sie. Der menschliche Charakter „Mammy“ in den „Tom-und- Jerry-Cartoons“ ist übrigens an die Schauspielgröße angelehnt.

Ebenfalls ins Trickfilmfach geschnuppert hat Whoopi Goldberg (54). Sie hat bereits diversen Comicfiguren ihre Stimme geliehen.

Whoopi, die 1991 für ihre Nebenrolle in „Ghost“ den Academy Award erhielt, war bereits einige Jahr zuvor für „Die Farbe Lila“ (1985) als beste Hauptdarstellerin nominiert gewesen.

Dieses Kunststück – als erste „Schwarze“ in der Hauptkategorie zu gewinnen – gelang dann Halle Berry 2002 mit dem Film „Monster’s Ball“. Zu Tränen gerührt sagte die heute 43-Jährige: „Dieser Moment ist so viel größer, als ich es bin.“ Die Schauspielerin ist dafür bekannt, ihre Rollen „zu leben“, auch nach Drehschluss. So hat sie sich als Vorbereitung für die Rolle einer Drogenabhängigen zwei Wochen lang nicht gebadet.

Berry nahm vor ihrer Schauspielkarriere an einigen Schönheitswettbewerben teil. So auch als erste „schwarze“ Amerikanerin bei den Wahlen zur Miss World. Obwohl bei der Casting-Show American Idol ausgeschieden, bewies Jennifer Hudson später in „Dreamgirls“ (2006), welch großes Talent in ihr steckt. Um den Part der Effie Melody White hatte die 28-Jährige hart gekämpft. Sie musste sich gegen 800 Mitbewerberinnen durchsetzen und 20 Pfund zunehmen. Dieses Engagement hat sich ausgezahlt. 2007 gewann die damals 25-Jährige den Oscar. Damit ist sie bis heute die jüngste „schwarze“ Schauspielerin, der das mit einem Debütfilm gelungen ist.

Kommentare
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Artikel 26. März 2010 - 00:04 Uhr
Von Sarah Ecklmayr
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Oscarpreisträgerin Mo'Nique ist ab heute im Drama »Precious - Das Leben ist kostbar« zu sehen.  Bild: epa

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