
Die Schultern nackt, das Haar ganz klassisch hochgesteckt, der Schmuck dezent: Bei der 82. Oscar-Verleihung in Hollywood fielen die Damen auf dem roten Teppich vor allem durch Eleganz auf. „Die Kleider standen absolut im Vordergrund“, sagt Sonja Wolf, die die Oscar-Nacht für die OÖN modisch mitverfolgt hat. „Absolut im Trend lagen heuer Roben in hellen Farben und sogenannten Nude-Tönen, Farben, die nicht allen gut stehen. Vor allem jenen Frauen nicht, deren Haut ohnehin schon sehr blass ist, denn sie wirken dadurch richtig farblos“, sagt Wolf. „Bei einem hellen Kleid wirkt ein bisschen gebräunter Teint am besten. Als Faustregel gilt: Je heller die Haut, desto dunkler der Nude-Ton – damit noch ein Kontrast zu erkennen ist.“
Egal welcher Farbton – eines der wichtigsten Stylinggebote war auch diesmal wieder „auffallen“, und das gelang den Stars heuer am besten mit jeder Menge Glitzer, Rüschen und Volants. Dafür wurde beim Schmuck gespart, nur selten trugen die Damen ein Collier. „Der Trend ging eher zu schlichten Ohrringen und breiten Armbändern als zur glitzernden Kette“, sagt Wolf. Auch die Handtaschen waren Ton in Ton gehalten. „Kunstvoll, aber längst nicht so auffällig wie früher“, sagt Wolf. Bei den Frisuren zeichnet sich ein Trend zur Romantik ab. „Die Damen trugen ihre Haare entweder elegant hochgesteckt oder offen mit sanften Locken oder Wellen“, sagt Wolf.
Mode und Millionen
Um in der Oscar-Nacht perfekt auszusehen, dafür bereiten sich die Stars – und ihre Stilberater – wochenlang vor. Nicht umsonst, denn es geht um einiges: Branchenexperten in den USA beziffern den Werbewert für ein Modehaus auf rund eine Million Dollar, wenn ein Star eine seiner Kreationen über den roten Oscar-Teppich trägt. Gerüchteweise bezahlten manche Star-Designer die Hollywood-Schönheiten sogar für die Präsentation ihrer Roben. Nicht immer jedoch eignen sich Oscar-Auftritte zum Prestigegewinn – wie die Bilder im Stichwort unten zeigen.
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