OÖN-Redakteur Klaus Buttinger hat den Rennfahrer einst verehrt und hat dafür sogar einen schwarz-weißen Beweis. Wie es zu diesem Foto kam, weiß Buttinger noch ganz genau:
„Ich glaube, es war ein heißer Tag im Frühling des Jahres 1975. Wie ein Lauffeuer ging in der Schule um, dass der angehende Formel-1-Weltmeister Niki Lauda in der Stadt weilen würde – Autogrammstunde am Nachmittag in einem Fotogeschäft.
Nach dem hastig verschlungenen Mittagessen rauf auf das rostige Rad und im Drift ab in die City. Ich war nicht alleine. Dutzende Buben warteten in Reih und Glied, bis sie dran waren – zum Fotoshooting mit ihrem Idol.
Wir sprachen fast nichts. Männer, auch wenn sie erst elf Jahre alt sind, müssen nicht reden, um ihre Gefühle, insbesondere für Benzin und Rennautos, auszudrücken. Ein kräftiger Händedruck, ein synchronisierender Blick unter Siegern eben. Kamera, Blitz, Polaroid-Erinnerungsfoto, „Auf Wiedersehen!“.
Herr Lauda nickte nur kurz, er schien nicht so recht bei der Sache zu sein – bei der wichtigsten Sache für mich. Und er roch schon ein wenig streng. Nach Schweiß. Es war ein heißer Tag.“