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Zur Tracht: Flechtkunst statt alter Zöpfe

Keinesfalls verzopft, sondern äußerst angesagt sind Flechtfrisuren zum Dirndl. Bei einem Fotoshooting erklärte eine Frisurenexpertin, wie solche haarigen Kunstwerke entstehen.

Zur Tracht: Flechtkunst statt alter Zöpfe

Modell Lela in Heimatwerk-Dirndl mit einfachem Zopf Bild: Stefan Dokoupil

Am Anfang war die wallende Haarpracht des Frisurenmodells. Für die OÖNachrichten verwandelte Friseurin Theresa Schirz vom Linzer Salon Lepschi & Lepschi die blonde Mähne zuerst in eine extravagante Flechtkreation. Ein Hingucker: die von hinten nach vorne geflochtenen Zöpfe, die sich über die Stirn schlingen. Schritt für Schritt hielt der Staatsmeister für künstlerische Fotografie, Stefan Dokoupil, die Entstehung der aufwendigen Frisur fest. Schnell ging Schirz dann die zweite Kreation von der Hand, bei der die Haare aus dem Gesicht gekämmt werden.

Wichtig sei es, dass der Look nicht zu brav sei, „es darf ruhig rauchig-rockig aussehen“, sagt Schirz. Wer also etwa einzelne Partien mit dem Lockenstab bearbeitet, sollte diese nach dem Abkühlen und Fixieren ruhig wieder ein wenig durcheinanderbringen. Griffig werden die Haare mit Haarspray aus 30 Zentimeter Abstand gesprüht. Stand bekommen die Haare durch Auftoupieren.

Asymmetrie ist Trumpf

Vor allem junge Mädchen und Frauen entscheiden sich häufig für asymmetrische Varianten. Neben den ausgefallenen Frisuren sind aber auch Klassiker durchaus gefragt. „Gerne getragen werden Fischgrätzöpfe oder einfache Dutts“, so Schirz, die selbst Zöpfe flechtet, seit sie 13 Jahre alt ist. Das Geheimnis einer gelungenen Flechtfrisur: „Üben, üben, üben.“

 

Coole Zöpfe - Flechtfrisuren einfach erklärt

Extravaganter Zopf

Schritt 1: An der Hutlinie (setzt oberhalb der äußeren Augenbrauen-Spitze an) einen Scheitel ziehen. Die untere Haarpartie straff um den Hinterkopf legen und mit Spangerln versetzt feststecken.

Schritt 2: Links einzelne Haarpartien mit dem Lockenstab in Locken legen. Diese komplett auskühlen lassen. Erst dann mit Haarspray fixieren.Besser ist es, öfter zu sprayen und einen leichten Haarspray (Nummer 1) zu verwenden.Tipp von Friseurin Theresa Schirz: Die Klemmeinrichtung beim Lockenstab entfernen und die Haare mit einem Baumwollhandschuh direkt um den heißen Metallzylinder wickeln. Das spart Zeit und geht einfacher.

Schritt 3: Rechts drei Zentimeter breite Haarpartien abteilen. Von hinten beginnend Zöpfe nach vorne in die Haare einflechten. Wichtig ist, dass straff geflochten wird, damit die Zöpfe dicht am Kopf anliegen. Tipp: Vor dem Flechten die Haare leicht mit dem Kamm gegen die Haarwuchsrichtung antoupieren. Dadurch bekommen sie einen schönen Stand und „kleben“ nicht so am Kopf.

Schritt 4: Die Zöpfe über die Stirn legen und unter den Locken feststecken. Die Haarklammern unter einer Locke verstecken. Damit die Locken nicht zu künstlich wirken, jede einzelne mit den Fingern gegen die Haarwuchsrichtung auftoupieren. Eventuell noch einmal mit Haarspray behandeln. Insgesamt werden bei dieser Frisur zwei Drittel der Haare geflochten, der Rest wird gelockt.


Einfacher Zopf

Schritt 1: Über den Ohren links und rechts zwei Haarpartien abtrennen. Die Haare hinten leicht asymmetrisch mit einem dicken Gummiringerl zusammenfassen.

Schritt 2: Die Haare oberhalb des Gummiringerls auseinanderziehen, sodass eine Öffnung entsteht. Durch diese Öffnung die abgebundene Haarsträhne durchziehen. Tipp: Das ist eine einfache Möglichkeit, um jeder Frisur Pfiff zu verleihen. Diese einfache Methode kann auch von Frisuren-Anfängerinnen verwendet werden und zeigt interessante Effekte.

Schritt 3: Die seitlichen Strähnchen leicht antoupieren. Mit wenigen Haaren zu flechten beginnen und bei jedem Handgriff Haare dazunehmen. Wie bei der ausgefallenen Flechtfrisur gilt auch hier: Den Zopf ganz straff flechten, damit er nicht vom Kopf absteht. Tipp: Beim Flechten nicht von einer Linie, sondern von der Spitze eines Dreiecks ausgehen. Dadurch sieht der Ansatz schöner aus.

Schritt 4: Die Enden der Zöpfe links und rechts mit Gummiringerln fixieren (durchsichtige bei blondem Haar, schwarze bei dunklem Haar), hinten mit einem weiteren Ringerl zusammennehmen. Die Enden der Zöpfe werden in die Öffnung gesteckt, durch die bereits die nicht geflochtene Haarpartie geschoben wurden. Tipp: Wenn Haare stufig geschnitten sind, die einzelnen Stränge der Zöpfe mit Haarspray glätten, dann stehen einzelne Härchen nicht aus dem Zopf.

 

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Artikel Dietlind Hebestreit 20. Juli 2013 - 01:32 Uhr
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