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"Wenzel, der Beziehungskiller"

Dancing-Stars-Gewinnerin Verena Scheitz schrieb ein Buch über ihren Rauhaardackel.

"Wenzel, der Beziehungskiller"

Verena Scheitz liebt Dackel, aber ihr zweiter Dachshund Wenzel kostete sie dennoch viele Nerven. Bild: privat

Er kam, sah und vertrieb alle Menschen aus dem Leben von Verena Scheitz, die er nicht leiden konnte. "Ja, so war er, mein Rauhaardackel Wenzel – kriegerisch und unbeugsam wie Cäsar im alten Rom", sagt die ORF-Moderatorin, Kabarettistin und Dancing-Stars-Gewinnerin 2016. Und trotzdem habe sie ihn geliebt, denn wenn er mit ihr alleine war, sei er "der süßeste, sanfteste und lustigste Hund der Welt" gewesen. Mit ihm sei ihr niemals langweilig geworden. "Und die vertriebenen Männer wären wohl sowieso nicht die Richtigen für mich gewesen", resümiert die 46-Jährige heute.

13 Jahre ihres Lebens hat Scheitz mit dem kleinen Raubein verbracht und nach eigenen Worten trotz vieler schwieriger Situationen und Ärgernisse keine Minute davon bereut. "Dieser kleine Dickkopf war unerziehbar, aber auch unersetzbar", so die Wienerin.

Unglaubliche Sturheit

Vor mittlerweile sieben Jahren ist Wenzel gestorben, doch er hat Scheitz viele lustige Erinnerungen hinterlassen. "Und die habe ich nun in einem Buch festgehalten, das ich ,Der Wenzeltest‘ nannte, weil ich darin beschrieben habe, wie mein Dackel viele meiner Freunde und Bekannten mit unglaublicher Sturheit und Gewissenhaftigkeit aus meinem Leben vertrieben hat", sagt die Kabarettistin. So erzählt Scheitz darin beispielsweise mit Augenzwinkern von Wenzels erstem Opfer – ihrem norwegischen Ex-Freund Erik, der von dem Dackel, der im zarten Alter von einem halben Jahr ins Haus des Paares kam, hartnäckig bekämpft wurde. Und wer denkt, ein kleiner, struppiger Hund habe gegen einen hoch gewachsenen, attraktiven Mann keine Chance, der irrt. Wenzel setzte seinen Willen durch, die Kabarettistin ließ den Nordländer ziehen – und der Dackel blieb für einige Zeit der einzige männliche Begleiter an der Seite der Blondine.

Doch obwohl Wenzel sein Frauerl nicht nur bei der Wahl ihrer Lebenspartner stark beeinflusste, sondern generell auf fremde Personen – allen voran große und bärtige Männer mit Wohlstandsbäuchlein – losging, hatte sie nach dem Tod ihres Hundes nicht genug von Dackeln. "Ich habe es genau ein halbes Jahr ausgehalten, bevor ich mir wieder einen besorgte", sagt die Wienerin und fügt hinzu: "Für mich gilt, einmal Dackel immer Dackel." Daher sind zwei ihrer drei Hunde, die sie jetzt hat, Dachshunde: nämlich der neun Jahre alte Rauhaardackel "Brösel" und der sieben Jahre alte Kurzhaardackel namens "Wirtshaus". "Aber diese beiden haben keinen so schwierigen Charakter wie Wenzel, deshalb habe ich jetzt auch wieder einen Lebenspartner an meiner Seite", scherzt Scheitz.

Und seit dem Urlaub im vergangenen Jahr in Griechenland komplettiert die illustre Hunderunde ein knapp zwei Jahre alter Schäferhundmischling mit dem wenig charmanten Namen "Noaner", aufHochdeutsch: "noch einer".

Buchtipp: "Der Wenzeltest", Verena Scheitz, Verlag Ueberreuter, 19,95 Euro

Dachshunde

Geschichte: Der Dackel, auch Teckel oder Dachshund genannt, wurde im Mittelalter in Deutschland aus Bracken für die Jagd unter der Erde gezüchtet. Dafür war ein niederläufiger, eigenständiger, mutiger und robuster Hund nötig. Zu Anfang stand die Jagd auf Dachse im Vordergrund, woraus auch sein Name, Dachshund, abgeleitet ist. Der Dackel ist ein ausdauernder, feinnasiger und flinker Jagdhund.

Aussehen: 3 Varianten:
Dackel: über 35 cm, maximal 9 kg; Zwergdackel: 30–35 cm, 6–7 kg;
Kaninchendackel: bis 30 cm, 4 kg. Alle Varianten gibt es mit Kurzhaar, Rauhaar und Langhaar.

Charakter: Der Dackel wurde gezüchtet, um selbstständig zu arbeiten. Daher ist er sehr eigensinnig. Eine ebenfalls aus dem Jagdverhalten resultierende „Problematik” ist, dass Dackel meist kein Problem damit haben, sich längere Zeit außer Sichtweite des Menschen aufzuhalten und deshalb das Rufen oft geflissentlich ignorieren. Dackel sind mutig, ausdauernd und robust und damit trotz ihrer geringen Größe alles andere als Schoßhunde.

Eignung: Der Dackel ist ein treuer Begleiter, er braucht jedoch konsequente Führung. Wer nicht bereit ist, diesem Hund Grenzen zu setzen, wird seine Probleme mit ihm haben. Kommt der Dackel in einen Jägerhaushalt, ist er in seinem Element.

 

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Artikel 12. April 2017 - 00:04 Uhr
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