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"Niveaulos und böse": Gabalier will SP-Politiker klagen

Andreas Gabalier reagiert auf die verbalen Entgleisungen eines SP-Politikers aus Niederösterreich: "Wir werden mit allen rechtlichen Mitteln gegen diese Art der Kommunikation vorgehen."

Andreas Gabalier

Andreas Gabalier Bild: APA

Mit einem Facebook-Posting über Andreas Gabalier hat der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende in Langenzersdorf, Christoph Baumgärtel, einen veritablen Shitstorm ausgelöst. Wie berichtet, bezeichnete der Lokalpolitiker den Musiker als "Vollpfosten" und meinte, "die absolute Mehrheit kotzt sich sicher an, wenn sie ihn musizieren hört". Auf den Kommentar eines Lesers, Kurt Cobain würde sich gerade im Grab umdrehen, antwortete Baumgärtel: "Da hat sich eindeutig der Falsche erschossen".

"Jede Grenzen überschritten"

Mehrere Tage nach der verbalen Entgleisung, für die sich der SP-Politiker entschuldigt hat, reagiert nun Andreas Gabalier mit einem vielbeachteten Beitrag auf seiner Facebookseite. "Wenn ein Künstler allerdings als 'Vollpfosten' bezeichnet wird und diesem im Zusammenhang mit dem tragischen Selbstmord von Kurt Cobain sinngemäß geraten wird, sich selbst zu erschießen, dann ist jede Grenze überschritten", postete der 31-Jährige am Mittwochabend auf seiner Fanpage. Das sei "niveaulos, nicht tolerierbar und böse", schreibt der Steirer mit Verweis auf tragische Schicksalsschläge, die er und seine Familie erleiden mussten.  

"Das Management und ich als Künstler werden mit allen rechtlichen Mitteln gegen diese Art der Kommunikation vorgehen", heißt es weiter. Auch die FPÖ hatte angekündigt, Klagen gegen Baumgärtel prüfen zu wollen. 

"Gabalier als 'Gesamtpaket' ist abzulehnen"

Dieser musste nach seinem Sager einiges an Kritik einstecken, bleibt aber bei seiner Meinung. Er habe zahlreiche Beleidigungen, Beschimpfungen und teilweise sogar Drohungen erhalten, teilte er auf seiner Facebookseite mit. "Da stehe ich freilich darüber! Ich distanziere mich von zweideutigen Aussagen, halte hier aber eindeutig fest, dass ich Gabalier nicht mag und seine Musik furchtbar, ja geradezu als eine Zumutung empfinde", legt der Politiker nach. 

"Gabalier als 'Gesamtpaket' ist abzulehnen: Dazu gehört sein Frauenbild, das aus dem 19. Jahrhundert stammt, seine intolerante Einstellung gegenüber Homosexualität und sein seltsames Geschichtsverständnis soweit es die bewusste Falsch-Interpretation unserer rechtsgültigen Bundeshymne betrifft", heißt es dort. 

 

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Artikel nachrichten.at 25. August 2016 - 16:15 Uhr
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