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"Journalismus braucht mehr Transparenz"

Bild: ORF

"Journalismus braucht mehr Transparenz"

Sogar der Apple-Chef macht sich schon Sorgen: Fake News, so Tim Cook Anfang des Jahres zum "Daily Telegraph", "bringen die Leute um den Verstand".

Von Ute Baumhackl, 20. Juni 2017 - 00:04 Uhr

Cook drängt auf öffentliche Informationskampagnen und darauf, dass Technologiekonzerne wie Apple Tools zur Eindämmung von Falschnachrichten entwickeln – natürlich ohne die freie Meinungsäußerung zu unterbinden. Bis es, wann auch immer, so weit ist, liegt es an den Medien, Falschinformationen im Zaum zu halten.

"Mehr Transparenz darüber, nach welchen Regeln Journalismus funktioniert", sieht der Wiener Kommunikationswissenschafter Fritz Hausjell dafür als Voraussetzung. "Zumal Medienkompetenz an Schulen kaum vermittelt wird." Es gebe dazu zwar einen Erlass aus dem Jahr 2013, "aber in der Praxis trauen sich viele Lehrer das Thema nicht zu, weil sie nicht auf dem aktuellen Stand sind und die ohnehin geringe Aus- und Weiterbildung auf relativ hohem Niveau ansetzt".

Medienjournalismus, der die Grundlagen des Berufs erklärt, "statt wie derzeit üblich Mediennachrichten für Insider zu verbreiten", sieht Hausjell als "Bildungsaufgabe ersten Ranges". Wichtigstes Instrument in Sachen Medienreflexion: "Die Branche muss sich selbst thematisieren."

Wurden früher Gerüchte oder Falschinformationen nach Prüfung ad acta gelegt, "machen seriöse Medien heute zum Thema, wer so etwas warum in die Welt setzt. So begegnet man dem Unbehagen der Leute, die so wenig über die Medien wissen, obwohl sie derzeit so bedeutsam sind wie noch nie", sagt der Publizistikprofessor. Transparenz trage zur Bekämpfung von Fake News und Desinformation ebenso bei wie klassische Instrumentarien à la Presserat und Media Watch Groups.

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