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Nachdem er 23 Jahre für die Grünen im Nationalrat saß, tritt Peter Pilz im Oktober mit einer eigenen Liste, der "Liste Peter Pilz" an. Der gebürtige Steirer ist auch Spitzenkandidat. Auf Platz eins in Oberösterreich ist Daniela Holzinger-Vogtenhuber, nach ihrem Austritt aus der SPÖ zuletzt wilde Abgeordnete im Parlament. Bild: APA

Alt-Parlamentarier mit guten Erfolgsaussichten: Die Liste Pilz

Weil er nicht auf Platz vier der Bundesliste gereiht wurde, verließ Peter Pilz die Grünen. Er gründete seine eigene Liste und darf sich nun berechtigte Hoffnungen auf einen Sitz im Parlament machen.

04. September 2017 - 16:29 Uhr
Die Parteien
Die Politik-Redaktion der Oberösterreichischen Nachrichten berichtet über die Nationalratswahl 2017: Die Themen, die Parteien, die Kontroversen.

Der Spitzenkandidat

Peter Pilz hat sich nach dem Verpassen seines Wunschplatzes vier auf der Bundesliste der Grünen entschlossen, lieber eigene Wege zu gehen. Der parlamentarische  Dinosaurier, der mit der ersten Riege der Grünen 1986 ins Parlament einzog, gründete enttäuscht seine eigene Liste, für die er auch als Spitzenkandidat antritt. Die für die Kandidatur nötigen drei Abgeordneten-Unterschriften bekam Pilz von den ehemaligen Grünen Bruno Rossmann und  Wolfgang Zinggl sowie von der einstigen SP-Abgeordneten Daniela Holzinger-Vogtenhuber, die auch als Spitzenkandidatin in Oberösterreich kandidiert. Pilz stammt aus der roten Arbeiterhochburg Kapfenberg, sein Vater war Angestellten-Betriebsrat bei Böhler, seine Mutter ebenfalls als Gewerkschafterin aktiv. Pilz gehörte den Nationalrat beinahe 23 Jahre an: Nur zwischen 1991 und 1999 pausierte er, da er in dieser Zeit im Wiener Landtag saß. Pilz war zudem von 1992 bis 1994 Bundessprecher der Grünen. Der verheiratete Doktor der Sozialwissenschaften machte sich vor allem als Aufdecker einen Namen, zum Beispiel in der Affäre Noricum, Lucona und zuletzt beim Eurofighter-U-Ausschuss. 

Peter Pilz  
Bild: Reuters

Das Programm

Die Liste Pilz hat kein Programm, denn ihre Kandidaten sind das Programm. Mit deren Kompetenz wolle man konkrete Reformen umsetzen, die "Österreich in den nächsten fünf Jahren besser machen sollen". Alle Kandidaten vertreten bestimmte Themen und dazu konkrete Forderungen. Darunter zum Beispiel Daniela Holzinger aus Oberösterreich, die sich auf die Themen Arbeit, Familie und Parlamentarismusreform konzentriert.

Peter Pilz und sein "einziges Plakat"  
Bild: APA

Die Ausgangslage

Der Liste Pilz geben die Meinungsforscher durchaus Chancen, den Nationalrat zu erobern. Listengründer Peter Pilz kennt diesen ohnehin gut: Er war beim ersten Einzug der Grünen im Jahr 1986 dabei und dann - unterbrochen nur von einem Ausflug in den Wiener Landtag - fast 23 Jahre. Gemeinsam mit ihm um den Verbleib im Parlament bemühen sich drei weitere Abgeordnete, die keinen fixen Listenplatz mehr bekommen haben: Seinen ex-grünen Kollegen Wolfgang Zinggl und Bruno Rossmann sowie die bisherige SPÖ-Abg. Daniela Holzinger-Vogtenhuber. Letztere dürfte der Liste einige rote Stimmen bringen, auch in Richtung Blau zielt Pilz: Der FPÖ will er, wie er selbst sagt, Protestwähler "in ganz großer Zahl" abziehen.

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