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SPÖ-Wahlkampfteam zerbröckelt: Berater Silberstein in Israel in Haft

Tal Silberstein Bild: APA/AFP/JACK GUEZ

SPÖ-Mann führte Facebook-Kampagne weiter

WIEN. Auch nach Kündigung des Vertrags mit Berater Silberstein (Bild) arbeitete ein hochrangiger Mitarbeiter des SPÖ-Kampagnenteams an den umstrittenen Facebookseiten mit. Dokumente belegen dies.

Von nachrichten.at/apa, 03. Oktober 2017 - 19:03 Uhr
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Die SPÖ hat ihren Mitarbeiter Paul Pöchhacker suspendiert. Grund ist offenbar, dass dieser auch nach dem Aus für Werber Tal Silberstein die Dirty-Campaigning-Seiten gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz beliefert haben soll. Pöchhacker hatte in der SPÖ-Kampagne die Agenden Silbersteins nach dessen Rauswurf übernommen.

Zuletzt hatte die SPÖ in den Raum gestellt, dass die Facebook-Seiten, die sichtlich vor allem Kurz schädigen sollten, nach Silbersteins Entlassung wegen dessen vorübergehender Festnahme im August von anderer Seite weiter betrieben worden sein könnten. Informationen, über die "profil" und "Presse" online berichten, sie aber nicht in Zitaten veröffentlichen, sollen belegen, dass Pöchhacker weiteren Input geliefert und mit dem Betreiber-Team der Seiten Inhalte abgestimmt hat.

Indes zeigt sich Altkanzler Franz Vranitzky (SPÖ) in der "Tiroler Tageszeitung" betrübt über die ganze Affäre: "Das ist alles sehr schlimm. Es geht mir nicht gut." Jetzt gehe es um eine Art Schadensbegrenzung.

Laut News-Bericht stützt Silberstein die Version, dass die SPÖ-Spitze von all dem nichts gewusst habe. Das Magazin zitiert den Israeli mit einigen Sätzen, die im Kontext des Artikels so klingen, als seien sie nicht in einem direkten Gespräch gefallen, sondern indirekt übermittelt worden. "Der Kanzler hatte nicht einmal das entfernteste Wissen oder die entfernteste Information darüber", so Silberstein. "Es ist Teil einer Negativkampagne der Gegenseite, alles dem Kanzler und der SPÖ vorzuwerfen."

Die Kosten für Betrieb und Bewerbung der Facebook-Seiten soll Silberstein entgegen der kolportierten halben Million mit weniger als 100.000 Euro angegeben haben. Das Geld will der Berater von seinem offiziellen SPÖ-Honorar abgezwackt haben. Laut Informationen aus der Partei habe der Rahmenvertrag mit Silberstein 400.000 Euro umfasst, durch eine Überziehung im Wahlkampf seien aber gut 500.000 Euro zusammengekommen. Weil der Vertrag aber nach Silbersteins Verhaftung in Israel Mitte August gekündigt wurde, sollen nur drei Viertel davon bezahlt worden sein, heißt es.

 

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Kommentare

„kann mir bitte wer sagen um was es bei diesen facebookseiten überhaupt geht. “ ej1959 kann mir bitte wer sagen um was es bei d...
„Du weißt also wenig, schreibst du selbst,dann darfst auch keine Wertung vornehmen.Du kannst auch ...“ Harbachoed-Kater Du weißt also wenig, schreibst du selbs...
„Mag schon sein, dass die SP Spitze delegiert hat und sich nicht mit Einzelheiten ...“ kratzfrei Mag schon sein, dass die SP Spitze deleg...

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