Nationalratswahl 2017

Menü
Facebook Twitter Google+ E-Mail

Peter Pilz Bild: HANS KLAUS TECHT (APA/HANS KLAUS TECHT)

Pilz: Kurz ist Kandidat der Konzerne

WIEN. Scharfe Kritik am ÖVP-Wahlprogramm übt die Liste Pilz. Sebastian Kurz erweise sich als "der Kandidat der Konzerne", der eine massive Umverteilung von Unten nach Oben anstrebe, sagte Peter Pilz.

Von nachrichten.at/apa, 11. September 2017 - 13:44 Uhr
Österreich wählt
Die Oberösterreichischen Nachrichten und nachrichten.at berichten in Ihrem Schwerpunkt zur Nationalratswahl 2017. Hier finden Sie alle Fakten, Hintergrundberichte, Fotos und Videos.

Empört sind Pilz und sein Mitstreiter Bruno Rossmann über die Kurz-Ankündigung, die Körperschaftssteuer auf nicht entnommene Gewinne abzuschaffen und gleichzeitig die "Privatstiftung alt" in Form von Holdings wiederzubeleben - in denen Vermögen steuerfrei geparkt werden kann und erst bei der Entnahme besteuert wird. Damit würde Österreich zum "Steuerparadies für Reiche", konstatierte Rossmann. Nicht, wie von der ÖVP propagiert, "Mehr Gerechtigkeit", sondern "Mehr Ungerechtigkeit" wäre die Folge dieser Pläne von Kurz, der damit sein "Herz für Reiche" offenbare. Mit dieser Umverteilung von Arm zu Reich wäre, kritisierte Pilz, der soziale Zusammenhalt massiv gefährdet.

Die ÖVP beziffert den Steuerentfall mit einer Milliarde Euro. Das sei falsch, den großen Industrieunternehmen würde sehr viel mehr geschenkt, rechnete Rossmann vor: Mit der Steuerfreiheit nicht entnommener Gewinne entfiele die Hälfte der KÖSt-Einnahmen, das wären rund vier Milliarden. Euro. Da die Unternehmen das Geschenk wohl intensiv nützen würden, würden sicherlich mehr Gewinne in den Unternehmen verbleiben - also könne man von sechs Milliarden Euro Steuerentfall ausgehen. Und mit der Möglichkeit, das Geld steuerfrei im "Geldspeicher" Holding zu parken, komme man auf sieben bis acht Milliarden Euro Entlastung für Großunternehmen.

Für die sieben Millionen Lohnsteuerpflichtigen sehe Kurz in seinem Programm drei bis vier Milliarden Euro Steuersenkungen vor, verglich Pilz. Und es sei, so Rossmann, zu befürchten, dass "die Kleinen" den Steuerausfall bezahlen müssten. Auch Klein- und Mittelbetrieben brächten die ÖVP-Pläne kaum etwas - zahlen doch 25 Prozent der AGs und GmbHs 98 Prozent der KÖSt. Profitieren würde aber der ÖVP-Spender Stefan Pierer mit seiner Pierer Industrie AG: Für diesen habe sich die Großspende an Kurz gelohnt, konstatierte Pilz. Seine 436.563 Euro-Zuwendung verzinse Kurz mit 10.000 Prozent. Das sei, meinte Pilz, "das unverschämteste Geschenk der Zweiten Republik".

»zurück zu Nationalratswahl 2017«

Kommentare

„Pilz hat leider recht.“ Motzi Pilz hat leider recht.
„Es sei noch angemerkt, dass für die Mitte-Rechts-Wähler nicht das Steuer-Thema im Vordergrund ...“ decordoba Es sei noch angemerkt, dass für die Mitt...
„Kurz ist sowieso nur ein blender ,im Hintergrund sind Raffeisen und Grosindustriele...“ betgziege Kurz ist sowieso nur ein blender ,im Hin...

Haben Sie bereits einen Benutzernamen? Dann melden Sie sich bitte hier an.
Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort, Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Handynummer mitteilen.
Gewünschter Benutzername
Gewünschtes Passwort
Wiederholung Passwort
E-Mail
Anrede
  Frau    Herr 
Vorname
Nachname
OÖNcard / Kundennummer (optional)
Handynummer
/

Sicherheitsfrage
Wie viel ist 3 + 2? 
Bitte Javascript aktivieren!