Nationalratswahl 2017

Menü
Facebook Twitter Google+ E-Mail

Norbert Hofer Bild: (APA/HELMUT FOHRINGER)

Hofer sieht Zweikampf mit ÖVP um Platz eins

INNSBRUCK. Der Dritte Nationalratspräsident und FPÖ-Vizeparteichef Norbert Hofer sieht einen Zweikampf der Freiheitlichen mit der ÖVP um den ersten Platz bei der Nationalratswahl.

Von nachrichten.at/apa, 01. September 2017 - 19:11 Uhr
Österreich wählt
Die Oberösterreichischen Nachrichten und nachrichten.at berichten in Ihrem Schwerpunkt zur Nationalratswahl 2017. Hier finden Sie alle Fakten, Hintergrundberichte, Fotos und Videos.

Für die SPÖ hingegen werde sich "die Frage stellen, wie kapp sie bei rund 20 Prozent landet", sagte Hofer am Freitag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.

Hofer zeigte sich davon überzeugt, das bisherige Rekordergebnis der FPÖ aus dem Jahr 1999 von 26,9 Prozent unter Jörg Haider übertreffen zu können: "Davon gehe ich aus". Es lehre die Erfahrung, dass das Wahlergebnis ganz anders ausschauen werde, wie Umfragen prognostizieren, glaubte der frühere Präsidentschaftskandidat nicht an einen klaren Sieg der ÖVP unter Neo-Obmann Sebastian Kurz.

Sollte die FPÖ auf Platz zwei landen und als Juniorpartner in Regierungsverantwortung kommen, werde der Vizekanzler auf jeden Fall Heinz-Christian Strache heißen. Ob er selbst dann ein Regierungsamt übernehmen werde, ließ der Burgenländer offen. Bei etwaigen Koalitionsverhandlungen werde er auf jeden Fall dabei sein. Gleichzeitig warnte Hofer einmal mehr vor einer angeblich bereits geplanten Neuauflage der Koalition aus Rot-Schwarz bzw. Schwarz-Rot.

"Wir wollen regieren"

"Wir wollen regieren", betonte Hofer bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Tirols Landesparteichef Markus Abwerzger und Landesspitzenkandidat Abg. Peter Wurm. Aber man werde keine Regierungsbeteiligung "um jeden Preis" eingehen, ergänzte er. Die Freiheitlichen seien jedenfalls auf Regierungsverhandlungen "sehr gut vorbereitet" - ganz anders als im Jahr 2000 vor Bildung der damaligen schwarz-blauen Koalition. Damals sei die FPÖ "schlecht vorbereitet" in die Regierungsverhandlungen gegangen.

Wichtig sei auch eine "gute Vertrauensbasis" zwischen den Spitzenlauten der künftigen Koalitionsparteien, so Hofer. Ob er zwischen FPÖ und SPÖ oder FPÖ und ÖVP mehr Vertrauen orte, wollte der Dritte Nationalratspräsident nicht sagen. Dies würde sich erst mit Start der Regierungsverhandlungen zeigen.

Gegen Rauchverbot

Als inhaltliche Grundbedingungen der FPÖ für eine Regierungsbeteiligung nannte der Vize-Parteichef die Senkung der erst 2016 erfolgten Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Logis von zehn auf 13 Prozent, eine Verwaltungsreform bei der der Rechnungshof in die Gesetzgebung eingebunden werden soll, sowie den "Ausbau des demokratischen Systems in Richtung direktdemokratischer Elemente".

Auch die Forderung nach einer Abschaffung der Zwangsmitgliedschaften in den Kammern brachte Hofer erneut aufs Tapet. Und auch das ab kommendem Jahr geltende Rauchverbot in der Gastronomie soll nicht kommen, wenn es nach der FPÖ geht. "Das absolute Rauchverbot wird es mit uns nicht geben. Der Status quo soll beibehalten werden", erklärte Wurm.

 
»zurück zu Nationalratswahl 2017«

Kommentare

„Auf Grund der immer wieder fraglichen Wählerumfragen, kristallisiert sich trotzdem heraus, daß ...“ mahoba Auf Grund der immer wieder fraglichen Wä...
„Gottseidank!“ Flachmann Gottseidank!
„Es geht ja nur mit den Blauen, für eine andere Konstellation außer Rot/Blau und Schwarz/Blau ist ...“ EinsameSocke Es geht ja nur mit den Blauen, für eine ...

Haben Sie bereits einen Benutzernamen? Dann melden Sie sich bitte hier an.
Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort, Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Handynummer mitteilen.
Gewünschter Benutzername
Gewünschtes Passwort
Wiederholung Passwort
E-Mail
Anrede
  Frau    Herr 
Vorname
Nachname
OÖNcard / Kundennummer (optional)
Handynummer
/

Sicherheitsfrage
Wie viel ist 10 - 2? 
Bitte Javascript aktivieren!