Eine allgemeine Dienstpflicht für Frauen wie für Männer: Das Ziel verfolgt auch der oberösterreichische Kameradschaftsbund, der dazu ein Volksbegehren durchführen will (siehe Kasten). Grundsätzliche Unterstützung kommt von der Landes-FPÖ – wenngleich er ein Volksbegehren nicht für das beste Instrument halte, um dieses Anliegen durchzusetzen, sagt FP-Landtagsklubchef Günther Steinkellner.
„Besser wäre gleich eine Volksabstimmung oder eine Volksbefragung“, sagt Steinkellner. Sollte eine Volksbefragung über die Wehrpflicht kommen, müsse man daher gleich auch über eine Dienstpflicht für Frauen abstimmen, sagt er. Konkret sieht das Modell, das die Landes-FP vorschlägt, so aus: Jeder Österreicher – ob Frau oder Mann – solle einen sechsmonatigen Dienst, entweder beim Bundesheer oder in zivilen Einsatzorganisationen, absolvieren, sagt Steinkellner. Wer sich länger verpflichtet – etwa neun Monate oder ein Jahr – solle durch eine Zusatzausbildung davon profitieren. „Das kann eine Ausbildung zur Heimhilfe im Sozialbereich sein oder der C-Führerschein beim Bundesheer.“
Ausnahme: Frauen mit Kindern
Zugleich will Steinkellner die Tauglichkeitskriterien entschärfen: „Wer normal einem Beruf nachgehen kann, kommt auch für die Dienstpflicht in Frage.“ Ausgenommen sollten nur Frauen mit Kindern sein.
Unterstützung bekommt Steinkellner von FP-Landesparteichef Manfred Haimbuchner. Nicht zuletzt werde es auch für das Sozial- und Pflegesystem notwendig sein, „dass alle junge Menschen im Sinne eines positiv gelebten Generationenvertrags einen Dienst für die Gesellschaft erbringen.“ Die Landes-FP vertrete diese Position schon seit geraumer Zeit, nun wolle man als nächsten Schritt auch die Parteikollegen in der Bundes-FPÖ überzeugen.
Die Letztentscheidung über eine allgemeine Wehrpflicht müsse auf jeden Fall einer Volksabstimmung oder -befragung unterliegen, sagen Haimbuchner und Steinkellner. Befürchtungen, dass das Thema nicht mehrheitsfähig sei, teilen sie nicht. Eine Umfrage der FPÖ habe gezeigt, dass „zwischen 56 Prozent der Befragten eine Dienstpflicht auch für Frauen für eine gute Idee halten“, sagt Steinkellner. Für schlecht hätten die Idee nur 30 Prozent befunden. 14 Prozent seien unentschlossen. Auch unter Frauen überwiege der Anteil der Befürworterinnen (48 Prozent) jenen der Gegnerinnen (35 Prozent).
Stichwort Volksbegehren
Eine Dienstpflicht für Männer und Frauen will auch der oberösterreichische Kameradschaftsbund (OÖKB). Er sammelt seit November 2010 Unterstützungserklärungen an den Gemeinde-ämtern. „Rund 4500 haben wir“, sagt OÖKB-Präsident Günther J. Rozenits. Rund 8000 sind bis Oktober dieses Jahres nötig, um ein Volksbegehren einzuleiten. Neben der allgemeinen Dienstpflicht verlangt der OÖKB auch eine Neugestaltung des derzeitigen Wehrdienstes.
Darum bin ich ja dafür, dass junge Menschen sehen, was da auf sie zukommt, wenn sie in die Pflegefalle geraten und nicht rechtzeitig die Notbremse ziehen.
Andererseits sehen sie auch einmal, was pflegende Angehörige (z.B. die eigenen Eltern, falls in der Familie schon Pflegefälle zu betreuen sind) aushalten müssen. Rund um die Uhr, 7 Tage in der Woche und das auch noch ohne Bezahlung und zum Teil auch noch das blöde Gerede, dass man ja eh Unterstützungen bekommen kann. Nur sieht die Realtität anders aus.
Und es sind meistens die Mädchen und Frauen, die zu derartigen Verpflichtungen herangezogen werden. Und da im gesamten Sozialsystem immer noch mehr gekürzt und gestrichen wird, wird auch die gesamte Situation für pflegegende Anghörige nicht besser.
Ja, ich weis, jetzt kommen gleich wieder die Gutmenschen und die Aussagen, dass es die Pflicht ist, sich um die Angehörigen zu kümmern. Aber genau die sind ist ersten, die nach Unterstützung schreien.
in der Zeitung.
Darauf habn ma schon gwartet.
Alle habn a Schnapsidee und wolln glei drüber abstimmen lassen.
Das is ja a richtige Dekokraptie-Epidemie.
A gefährlicher Erreger.
Hoffentlich kriegn des unsere Profi-SANI wieda hin.
Hoffentlich.
Wir brauchen ja ein kleineres und effizienteres Heer - warum wollen wir es dann mit Frauen noch weiter auffüllen?
Die Frauen sollen lieber etwas vernünftiges arbeiten bzw. auch für Nachwuchs sorgen - anstatt in der Kaserne die Zeit totzuschlagen.
Mit Bekanntentrick Ehepaar um 32.000 Euro erleichtert
Facebook-Aktie steigt
Rogan absolvierte in Debrecen seinen perfekten Olympiatest
„Wos woar mei Leistung?“ Meischberger rechtfertigt Honorare als Tippgeber