Koedukation, also das gemeinsame Unterrichten von Buben und Mädchen in einer Klasse „hat für die soziale Interaktion zwischen Buben und Mädchen Vorteile, sie darf aber nicht zum Dogma stilisiert werden, das die individuelle Entwicklung behindert“, sagt Klaus Pöttinger, Präsident der oberösterreichischen Industriellenvereinigung. Mit seinem Vorschlag, Mädchen und Jungen „temporär getrennt“ zu unterrichten, erntet Pöttinger Kritik, aber auch vorsichtige Zustimmung.
Wenig von der Idee hält Landeshauptmann Josef Pühringer (VP): „Ich bin nicht für Geschlechtertrennung an den Schulen. Die Koedukation ist ein Meilenstein der Schulentwicklung.“ Vorstellen könne er sich nur eine Leistungsdifferenzierung, „aber die gibt es ja zum Teil schon mit den Leistungsgruppen“. Auch Bildungslandesrätin Doris Hummer (VP) lehnt ein Aufgeben des gemeinsamen Unterrichts grundsätzlich ab.
„Besser fördern“
„Wir sind Verfechter der Koedukation“, sagt auch SP-Bildungssprecher Klubobmann Karl Frais. „Im Kindergarten sind Mädchen und Buben zusammen, sie dann wieder zu trennen, ist schon aus soziologischer Sicht Humbug.“ Nötig seien laut Frais Fördersysteme für schwächere Schüler, schon ab der Volksschule – und zwar für Buben und Mädchen.
Es sei schon möglich, dass getrennter Unterricht bessere fachliche Ergebnisse bringen würde, sagt der grüne Bildungssprecher Gottfried Hirz. Aber die Kinder deshalb grundsätzlich zu trennen, „würde unsere Schule in das vergangene Jahrhundert zurückkatapultieren“. Die Grünen sind gegen getrennte Klassen, „weil es nicht nur um die besten fachlichen Ergebnisse, sondern um die Gesamtentwicklung der Schüler geht“. Vorstellen kann sich Hirz aber, Buben und Mädchen stundenweise zu trennen. So soll es etwa gemeinsamen und getrennten Mathematik-Unterricht geben. Denn in diesem Fach würden Mädchen unter sich mehr Selbstbewusstsein entwickeln.
Nicht zuletzt deshalb ist auch Paul Kimberger, Chef der oö. Pflichtschullehrergewerkschaft, offen für eine stundenweise Trennung. Auf Buben könnte „im neusprachlichen Bereich, wo sie Mädchen meist hinterherhinken“ besser eingegangen werden. Eine gänzliche Trennung von Buben und Mädchen lehnt aber auch Kimberger ab. (eda/bock)
männliche lehrer für männliche schüler, und weibl......für weeiblablabla
wo bleibt der "mensch" an sich voneinander zu lernen!
warum will ein herr pöttinger alle errungenschaften und zaghaften fortschritte
eines geschlechtermiteinander einfach umwerfen!
mir persönlich graust vor solchen ansichten
und dass menschen solchen ideologien noch etwas abgewinnen können!
Vielleicht ist seine Tochter Lehrerin und möchte eine eigene kleinere Klasse.
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