Sechzehn Jahre lang war Helmuth Rechberger Pressesprecher von Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (VP). Dieser Berufsabschnitt ist bald beendet: Rechberger wechselt mit 1. November in die Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgesellschaft (WSG). Dort wird er Abteilungsleiter für Marketing, Werbung und IT-Dienstleistungen. Für Rechberger kein absolutes Neuland: „Nebenbei“ war er schon seit elf Jahren WSG-Pressereferent.
„Ich bin jetzt 48, da ist noch Gelegenheit für eine neue Herausforderung“, sagt Rechberger, Wohnbau hätte ihn schon immer interessiert. Mit Hiesl, mit dem er eng zusammenarbeitete und mit dem er freundschaftlich verbunden ist, habe er den Schritt abgesprochen. Als Landesbeamter lässt sich Rechberger zunächst für ein Jahr karenzieren, dann folge „die endgültige Entscheidung“. Das sei bei Wechseln aus dem Landesdienst durchaus üblich. Auch Christian Horner, jetzt SP-Landesgeschäftsführer und zuvor Büroleiter von Ex-LH-Stellvertreter Erich Haider (SP), wählte diese Variante.
Rechbergers Nachfolger wird schon eingearbeitet: Thomas Brandstätter (27) war bisher Pressesprecher für den VP-Europaabgeordneten Paul Rübig.
Hiesl-Mitarbeiter haben offenbar ein Naheverhältnis zu Wohnbaugenossenschaften. Rechberger ist nicht der erste, der in eine solche wechselt. Vor vier Jahren bekam Hiesls damaliger Büroleiter Ferdinand Hochleitner den lukrativen Job als Geschäftsführer bei der GWB und den Wohnungsfreunden. In die Landes-Wohnbaugesellschaft Lawog war davor schon Hochleitners Vorgänger im Hiesl-Büro, Klaus Prammer gewechselt – er teilt sich dort mit SP-Mann Frank Schneider den Vorstandsposten.
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Mit rund 6000 Euro brutto für seine Funktion als Vorsitzender des Landesabfallverbands verdient der Schlägler Bürgermeister Josef Moser (VP) so viel wie ein Landtagsabgeordneter. Eine reichlich hohe Aufwandsentschädigung sei das, findet FP-Landesrat Manfred Haimbuchner. Im Zuge der Verwaltungsreform müsse die Sinnhaftigkeit des Landesabfallverbands generell hinterfragt werden, insbesondere die Entlohnung des Vorsitzenden, fordert Haimbuchner.
Außerdem sollten jene 1200 Vorschläge von Bürgern und Mitarbeitern des Landesdienstes, die bei der Expertenkommission zur Verwaltungsreform eingelangt sind, auch den Mitgliedern des politischen Lenkungsausschusses vorgelegt werden „und nicht durch den Filter der Landesamtsdirektion gehen“, verlangt Haimbuchner. Er befürchte, dass andernfalls etliche Vorschläge – wie jener zum Landesabfallverband, der direkt in seinem Büro eingelangt sei – schon im Vorfeld „abblitzen“.
Haimbuchner müsse keine Angst haben, „dass er etwas nicht erfährt“, sagt Landeshauptmann Josef Pühringer (VP). Die Vorschläge würden vorgelegt – sie würden zuvor nur sachlich geprüft. „Da gibt es keinen Filter, da wird nichts verheimlicht.“
kein "Roter", sonst hätte Herr Braun exakt beschrieben, auf welcher VP-Klausur beschlossen wurde, diesen Parteigünstling mit einem Versorgungsposten in der "Privatwirtschaft" zu versorgen.
Es hätte über zweihundert empörte postings gegeben, und schlußendlich hätte irgendein Generaldirektor oder auch Meister Eder sein Veto eingelegt.
Woraufhin Herr Hiesl empört gewesen wäre, da ja die Nachfolge gerade geregelt wurde, weil ...
Also "Roter" ist er sicher keiner.
Wie heißt die Firma, die der VP gehört? WSG?
Für manche Menschen hat anscheinend ein Tag nicht nur 24 Stunden. Wie sonst kann jemand als
* Bürgermeister der Gemeinde Schlägl
* Bezirksobmann des OÖ. Gemeindebundes
* Vorsitzender des Bezirks- und Landesabfallverbandes
* Bundesobmann der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände
tätig sein ? Oder handelt es sich hier um gut bezahlte Jobs, für die man nur kassiert, weil man lange genug und intensiv bei der richtigen Partei ist.
Wie wäre es, wenn die " Verwaltungsreform " oben beginnen würde ?
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