Karl ist das erste VP-Regierungsmitglied, das sich für eine gemeinsame Schule für alle Zehn- bis 14-Jährigen ausgesprochen hat – und hat damit Irritationen in der Volkspartei ausgelöst. Denn bis dahin hatten die maßgeblichen Kräfte in der ÖVP die von SP-Seite so heftig geforderte Gesamtschule stets abgelehnt.
Nach Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl stellte sich gestern auch der steirische LH-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer hinter seine Parteikollegin Karl. „Denken wird wohl noch erlaubt sein“, sagte Schützenhöfer. Auch die steirische Verkehrs- und ehemalige Bildungslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder versteht die Aufregung um den Vorstoß nicht. Sie spreche sich nach wie vor für eine Gesamtschule der Fünf- bis 15-Jährigen aus, und sei überrascht, dass die Aufregung um Karls Idee für ein „Gymnasium für alle“ größer sei als das Interesse an einer Bildungsdebatte.
Das Thema Gesamtschule wird jedenfalls heftig diskutiert. Die schwarzen Gewerkschafter sind ebenso strikt dagegen wie der ÖAAB. Der freiheitliche Bildungssprecher Walter Rosenkranz sieht seine Partei gar als „einzigen glaubwürdigen Gegner“ der Gesamtschule und will die FPÖ als Retter der AHS-Unterstufen positionieren, während die Kärntner Schwesterpartei (FPK) genau das Gegenteil tut und die Gesamtschule als „zukunftsweisende Alternative“ bezeichnet.
Und während Oberösterreichs grüner Bildungssprecher Gottfried Hirz hofft, dass nach Karls Vorstoß auch in der oberösterreichischen Volkspartei die Mauer gegen eine Gesamtschule zu bröckeln beginnen möge, vermutet FPÖ-Obmann Manfred Haimbuchner genau dies: Mit Schulversuchen werde verschleiert die Gesamtschule eingeführt.
Wie schön! Da würde Österreich Deutschland in der Bildung überholen und Deutschland wäre das letzte Land, das Kinder mit 10 Jahren in verschiedene Schulformen aussortiert. Nur Mut, Österreich!
später ...
und später ...
und noch später ...
ein land, wo nichts (mehr) weitergeht,
mir schon (langsam) bis zum halse steht.
haben zumindest 30 Jahre in der Schulentwicklung verschlafen. Alle Vorschläge zu diesem Thema wurden vor allem von ÖVP-Politikern boykottiert. Statt auf Experten zu hören, haben sie sich als Super-Pädagogen aufgespielt, dabei hatten sie von der Schulentwicklung null Ahnung. Andere Länder hatten schon vor 30 Jahren die Weichen für ein besseres Schulsystem gestellt. Österreich steht wieder einmal am Anfang...
Polizei befürchtet Ausschreitungen rund um Linzer Burschenbundball
Grasser-Freund Muhr will Dachstein-Quelle vermarkten
Rieds größter Vorteil: „Heuer ist die Angst vor dem Titel weg“
Regierung packt im Endspurt noch Überraschungen ins Sparpaket