In den achtziger Jahren kam die Gruppe zum ersten Mal zum Skifahren nach Lech am Arlberg. Viele ihrer Mitglieder zogen da ihre politischen Schwünge noch in der Jungen VP. Mittlerweile – mehr als ein Vierteljahrhundert später – haben sie ihre Spuren nicht nur auf den Pisten, sondern auch in Politik und Wirtschaft hinterlassen.
An den Arlberg, stets ins selbe Apartmenthaus, zieht es die rund 20 Mann aus Oberösterreich – manche wurden erst im Lauf der Jahre in die Runde aufgenommen – freilich nach wie vor jedes Jahr im März. Und so befahren seit Sonntag Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl und Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl erneut die Arlberger Pisten. Auch VP-Landesgeschäftsführer Michael Strugl ist mit von der Partie – genauso wie der Linzer Vizebürgermeister Erich Watzl, Bundesrat und Wirtschaftsbund-Direktor Gottfried Kneifel.
Ebenfalls Teil der Arlberg-Runde sind Energie-AG-Chef und ÖFB-Präsident Leo Windtner, die Wohnbau-Direktoren Klaus Prammer (Lawog) und Herbert Teuschl (GWB), Verfassungsrichter Helmut Hörtenhuber oder PR-Fachmann Ewald Schnabl. Auf der Piste unterwegs ist man mittlerweile gar im einheitlichen Skianzug. In Schwarz selbstredend und nicht als „rote Blitze“.
Das Skifahren verbinde und die Chemie untereinander stimme, sagt ein langjähriges Arlberg-Mitglied – offenbar so sehr, dass auch die Differenzen, die es im Herbst in der Frage, ob Michael Strugl oder Viktor Sigl in die Landesregierung einziehen sollte, am Arlberg keine Rolle spielen.
Mit Skitipps einstellen wird sich dieses Jahr übrigens auch ÖSV-Alpindirektor Hans Pum. Hochkarätige Gäste sind nicht selten: 2008 hatte sich etwa Wolfgang Schüssel – damals Klubchef der ÖVP im Parlament – der Arlberg-Runde angeschlossen.
P
SP-Landeschef und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl beschert die schwarze Skirunde ein Interregnum an der Spitze der Landesregierung: Weil bei der gestrigen Sitzung weder Hiesl noch Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) – er ist auf Entwicklungshilfereise in Guatemala – zugegen waren, wurde sie von Ackerl geleitet. Bei den Wahlen hat es mit dem Ziel der SPÖ, den Landeshauptmann zu stellen, ja bei weitem nicht geklappt – zumindest so steht jetzt doch ein SP-Politiker vorübergehend an der Spitze der Landesregierung. Morgen, Mittwoch, endet freilich Ackerls Zwischenherrschaft – dann ist Landeshauptmann Pühringer wieder im Land.
Die Stellung für die ÖVP in der Landesregierung hielten gestern Gemeindelandesrat Josef Stockinger und Bildungslandesrätin Doris Hummer. Weil abwesende Regierungsmitglieder ihr Stimmrecht übertragen können, war Stockinger gleich mit vierfacher Stimmgewalt ausgestattet. Nebst eigener Stimme hatte er jene von Pühringer, Hiesl und Sigl.
Mit einiger Spannung erwartet worden war der diesjährige Landestag der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA), der am Wochenende über die Bühne ging.
Dies deshalb, weil sich der Landeschef der blauen Arbeitnehmer, voest-Betriebsrat Manfred Pühringer, einer Kampfabstimmung stellen musste. Gegen ihn trat Eternit-Betriebsratsvorsitzender Rudolf Kroiß aus Vöcklabruck an. Der hatte im Februar einigen Wirbel ausgelöst. In einem parteiinternen Brief hatte Kroiß Pühringer und dessen Vorgänger unter anderem ungerechtfertigte Fahrtkostenzahlungen und Ausgabenersatz vorgeworfen. Vorwürfe, die er am Landestag zum Teil wiederholte.
Mit rund zwei Drittel der Delegiertenstimmen wurde Pühringer am Wochenende freilich wiedergewählt. Eine sowohl interne als auch externe Kassenkontrolle habe keine Beanstandungen ergeben, sagt Pühringer. Das Vertrauensverhältnis zu Kroiß sei freilich schwer beschädigt. Weshalb es wohl auch an der Spitze der FP-Fraktion in der Arbeiterkammer – dort ist Kroiß Fraktionsobmann – einen Wechsel geben dürfte.
das hat doch was !
es ist schön warm
braucht mann nicht aus der eigenen tasche bezahlen
im eigenen land sind sowieso alle "schlecht" drauf ... also, nichts wie weg
und außerdem, mann gönnt sich ja sonst fast nichts
heimliche Landeshauptmann Luigi Monetti.
Könnte ja sein daß er LH Dr.Pühringer auf Entwicklungsreise geschickt hat um zu erkunden ob man in Guatamala eventuell eine Raika Filiale errichten könnte. Vielleicht zum versenken von Spekulationsgeldern oder heimlichen Stiftungen anlegen.(steuerschonend)
Diese Reise nach Guatemala ist ja still und leise angetreten worden, weder im Landespressedienst noch sonstwo wurde dies bekanntgegeben.
Es ist sicher wiederum ein Akt von Steuergeldverschwendung und alle politischen Parteien schweigen, auch der Anschober ........ oder ist der etwa auch dabei ?
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