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Oberösterreich-Gespräche: „Sind die Jungen noch zu retten?"

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Voll besetztes ORF-Landesstudio bei den Oberösterreich-Gesprächen von ORF und OÖN   Bild: Volker Weihbold

LINZ. Trägt unsere Jugend zu schwer an der Last, die wir ihr durch unser Pensionssystem und das aktuelle Budgetdefizit aufbürden? Diese Frage wurde zum zentralen Thema der Oberösterreich-Gespräche von ORF und OÖN am Dienstagabend in Linz.

„Sind die Jungen noch zu retten?“ Vor dem Hintergrund dieser provokanten Themenwahl entzündete sich im ORF-Landesstudio eine intensive Diskussion, bei der die Front nicht nur zwischen jungen und älteren Diskutanten verlief, sondern auch entlang der politischen Zugehörigkeit.

Mit Andreas Khol, dem Obmann des VP-Seniorenbundes, und BFI-Geschäftsführer Othmar Friedl, der für den SP-Pensionistenverband teilnahm, waren auf dem Podium zwei Persönlichkeiten vertreten, die an der Sicherheit des Generationenvertrages und an der langfristigen Finanzierbarkeit des staatlichen Pensionssystems kaum Zweifel hatten.

„Unser Pensionssystem ist eines der besten der Welt, das bestätigen auch die EU-Kommission, die OECD und die Pensionskommission der Bundesregierung“, sagte Khol. Freilich müsse man das System ständig durch kleinere Korrekturen fit halten, es sei aber in der jetzigen Ausrichtung bis 2060 gesichert. Was man allenfalls überlegen könnte, wäre die Einführung eines Anreiz-systems für jene, die länger als bis zum gesetzlich vorgeschriebenen Pensionsalter arbeiten wollen, sagte Khol: „In Schweden bekommt man für jedes Jahr, das man länger arbeitet, bis zu sechs Prozent mehr Pension.“

„Voodoo-Ökonomie“

Prognosen, die vor dem nahenden Kollaps des Pensionssystems warnen, nannte Othmar Friedl vom SP-Pensionistenverband „Voodoo-Ökonomie“. Er halte sich an die Expertise des Wirtschaftsforschungsinstitutes, und dieses sehe keine Horrorszenarien. Zudem werde die Debatte der Zukunft nicht „Alt gegen Jung“ lauten. „Es geht vielmehr darum, Vermögen stärker für die Finanzierung des Sozialsystems heranzuziehen“, sagte Friedl. Dies sei auch notwendig, um das Budgetdefizit in den Griff zu bekommen.

Unterstützung erhielt Friedl von Rebecca Kampl von der Sozialistischen Jugend. Auch sie sprach sich dafür aus, Reiche stärker zu belasten, und wandte sich gegen ein „Krankreden“ des staatlichen Pensionssystems. Als Gefahr für die Stabilität des Pensionssystems bezeichnete sie die Forcierung von Privatpensionen, die gerade während der Finanzkrise erheblich an Wert verloren hätten.

Dem widersprach erwartungsgemäß Markus Raml, der Vertreter der Jungen Wirtschaft: Er sprach sich für einen „New Deal“ aus, in dem der Generationenvertrag neu geregelt werden solle. Das Pensionssystem müsse jetzt reformiert werden, damit man nicht alle zwei Jahre eine Pensionsdebatte zu führen habe.

Ruperta Lichtenecker, Wirtschaftssprecherin der Grünen im Parlament, sprach sich dafür aus, die Arbeitsbedingungen für ältere Arbeitnehmer zu verbessern, damit der Anteil der 55- bis 64-Jährigen, die noch im Erwerbsleben stehen, steige. Derzeit liegt dieser in Österreich bei nur 35 Prozent, der OECD-Schnitt liegt bei 55 Prozent. „Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft länger arbeiten müssen“, sagte Lichtenecker.

jeder normale asvg versicherter... · von feuerkogel · 11.02.2010 17:46 Uhr

.. muss sich verarscht vorkommen, wenn man khol, friedl, ratzenböck und konsorten reden hört.
mit welchen recht kassiert eine hofrats oder politikerwitwe an die 3000 euro oder noch mehr pension ohne jemals einen cent eingezahlt zu haben.
daher volkspension für alle.

 
was ja gar nicht so · von sirius · 11.02.2010 16:23 Uhr

recht bekannt ist,der vfg hat die beamtenpensionisten (VOR ALLEM INTERESSANT FÜR HOCHKARÄTIGE ) vor einigen jahren auch beschenkt.die ruhensbestimmungen wurden auch bei vorzeiger pension aufgehoben!!! welche politische gruppe kann das wohl sein?

 
ratzenböck · von scharfer · 11.02.2010 16:02 Uhr

fast jeden tag sieht man diesen mediegeilen ratzenböck.soll sich doch mal zurückziehen. was macht er überhaupt ?

 

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