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Volles Haus bei Dobusch gegen Watzl

LINZ. Verkehr, Integration, Sicherheit. Das waren die großen Themen bei der OÖN-Konfrontation der beiden Linzer Bürgermeisterkandidaten Franz Dobusch (SP) und Erich Watzl (VP). Der große Saal im Wissensturm wurde für den Andrang zu klein.

Gespanntes Warten, gegenseitiges Abschätzen, umkreisen. Ein bisschen wie im Boxring. Im Saal, nicht auf dem Podium. Dort haben zwar schon die Kontrahenten Platz genommen. Links Langzeitbürgermeister Franz Dobusch, rechts Herausforderer und Vize Erich Watzl. Doch die ersten Scharmützel finden im Publikum statt. Und wenn es zuerst auch nur um den Platz geht. Der wird fast zu wenig. Mehr als 300 Interessierte sind es, die die von OÖN-Redakteur Herbert Schorn geleitete Konfrontation miterleben wollen.

Fairer Schlagabtausch

Bald entwickelt sich auch im Ring ein hitziger, aber weitgehend fairer Schlagabtausch. Im Publikum herrscht Hochspannung, aufs Podium kommen die drängenden Linzer Themen: Sicherheit, Verkehr, Integration. Plus: Wohnen, Arbeitsplätze. Es sind die Themen, die nicht nur die Linzer bewegen, sondern bei denen sich auch die beiden Parteien traditionell in den Haaren liegen. Und manche davon sind dazu angetan, sogar einen mehr als 21 Jahre amtierenden Bürgermeister noch in Rage zu bringen.
Vizebürgermeister Watzl will die von ihm geforderte Stadtwache unter anderem für mehr Sauberkeit an der von Jugendlichen häufig frequentierten Donaulände einsetzen. Das bringt ihm den Applaus seiner Anhänger. Aber auch den Zorn des Stadtoberhauptes, das da ganz „fundamentale Auffassungsunterschiede“ sieht. Erstens, weil Dobusch ohnehin keine Stadtwache will. Und zweitens: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir hinter den Jugendlichen eine Stadtwache nachschicken“, poltert der Bürgermeister.

Polizei oder Stadtwache

Sicherheit ist überhaupt ein Punkt, bei dem es sich bei den beiden Herren spießt. Von der Linzer VP zum wesentlichen Wahlkampfthema gemacht, sieht die SP im wesentlichen eine sichere Stadt. „Das Sicherheitsgefühl ist natürlich was anderes“, sagt Franz Dobusch. Seine Partei wolle stattdessen mehr Polizisten, diese sollten zudem von der Schribarbeit befreit werden, sagt Dobusch. Eine Stadtwache könne schon rein rechtlich nie ausreichende Kompetenzen erhalten. Wieder braust Applaus auf – diesmal aus dem Lager der Dobusch-Fans.

Im Publikum werden noch weitere Varianten besprochen, während auf dem Podium City-S-Bahn und Regioliner Halt machen. Bei dem Thema „Zweite Schienenachse durch Linz“ herrscht seltene Einigkeit. Die wollen alle. Die Frage ist nur wann. In sieben bis acht Jahren sollte sie kommen, meint Watzl. Drei bis vier denkt der Bürgermeister an. „Hauptsache sie kommt“, sagt der Nebenmann aus dem Publikum. Und Vizebürgermeister Erich Watzl fordert noch Park&Ride-Plätze.

Streit um Integration

Nächster Halt: Integration. Ein wunder Punkt. 14,4 Prozent der Linzer sind Migranten. Darauf wurde zu wenig reagiert, kritisiert Watzl. Ein Integrationsleitbild fehle. Davon müsse es aber nicht 450 unterschiedliche, für jede Gemeinde eines, geben, kontert Dobusch, wenn es eines des Landes gebe.

Nach knapp zwei Stunden bleibt die Frage: Was ist im Falle eines Wahldebakels? Watzl bleibt optimistisch. „30 Prozent sind erreichbar. Und die Bürgermeister-Stichwahl auch.“ Dobusch auch: „Sonst bin ich meinen Job los.“

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Dem hochverehrten Bgm. Dr. F. Dobusch · von eulenauge (14389) · 18.09.2009 12:06 Uhr

sei sein Job gegönnt - er hat sich in den letzten zwanzig Jahren wohl genug Denkmäler errichtet, ein neuer Bürgermeister käme uns wahrscheinlich sauteuer.

Und die Sicherheit könnte Herr Watzmann fördern, indem er Haftstrafen für Prügelpolizisten fordert.


Wirklich spannend wird auf Landesebene der Kampf um Platz drei.

Aber mit Zugpferden wie dem Großen (Fraktions-) Vorsitzenden und Multistadtrat Klaus L. sowie dem Orgelspieler Christian D. kann die SP beruhigt auf Platz drei nach VP und FP hoffen - noch vor den Grünen auf Platz vier. Freundschaft!

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Stadtwache, jugendliche "kriminalisieren", Müll... · von haspe1 (4037) · 17.09.2009 22:08 Uhr

Für mich ist es teilweise unerträglich, welchen Unsinn manche Poster hier von sich geben. Es wird unterstellt, dass diese sogenannte "Stadtwache" jugendliche pauschal "kriminalisieren" würde bzw. das Trinken eines harmlosen Bieres in den Parks verhindern etc. So ein Unsinn. 1. Ich bin nicht unbedingt ein Freud von privaten Sicherheitssherriffs, denn öffentliche Sicherheit ist öffentliche Angelegenheit und keine private Spielwiese für dubiose Türstehertypen etc. ABER: Wenn ich es richtig verstehe, wäre die "Stadtwache" eine Magistratseinheit und würde dafür sorgen, dass "Ordnung und Sauberkeit" in den Parks, Grünanlagen und überhaupt den öffentlichen Plätzen sichergestellt und überwacht wird. Und das ist dringend nötig im Interesse aller, die einen sauberen, ansprechenden Park wollen, und keine Müllhalde. Dieser Müll wird um unser Steuergeld weggeräumt, das ist nicht einzusehen, die Verursacher sind zu belangen und zur Kasse zu bieten. Alle Benutzer haben auch Pflichten,nichtnur Rechte.

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Der Watzl ist sooo fesch · von unbekannt (6) · 17.09.2009 15:24 Uhr

Ich wähle den Watzl. Der ist soo fesch wie
der George Clooney.

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Artikel 16. September 2009 - 18:40 Uhr
Bild vergrößern Watzl

Vizebürgermeister Erich Watzl (VP) - Ressorts: Kultur, Tourismus, Wohnungen 

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Bürgermeisterwahl'09 Linz: Watzl will Dynamik in die Stadt bringen

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