Die den OÖN von Wiener Kirchenkreisen zugespielte Information wurde schon Samstagmittag offiziell bekannt gegeben. Der neue Linzer Weihbischof Gerhard Wagner wird voraussichtlich am 22. März im Mariendom der oberösterreichischen Landeshauptstadt geweiht werden. Viele engagierte Katholiken der Diözese Linz werden dies als Provokation empfinden. Die Diözese könnte damit auf eine Zerreißprobe zusteuern.
Nicht bestätigten Informationen zufolge wird damit keiner jener Kandidaten berücksichtigt, die auf der Vorschlagsliste des Linzer Diözesanbischofs Ludwig Schwarz gestanden haben sollen. Angeblich hat Rom direkt entschieden. Auch der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn soll in die Entscheidungsfindung nicht unmittelbar eingebunden gewesen sein.
Tiefe Enttäuschung könnte diese Entscheidung bei Generalvikar Severin Lederhilger auslösen. Der Generalvikar galt als einer der Favoriten und soll auch neben dem ehemaligen Spiritual des Linzer Priesterseminars, Johann Hintermaier, auf dem bischöflichen Dreiervorschlag gestanden sein.
Der künftige Weihbischof ist bisher vor allem durch umstrittene Aussagen und absolute Romtreue aufgefallen. Er hatte Umweltkatastrophen in die Nähe von göttlichen Strafen gerückt. Die Diözese war gezwungen, sich von Wagner zu distanzieren.
In der Diözese steht Wagner für eine sehr umstrittene Minderheit. Laut einem Kircheninsider ist das Gewicht von Wagners künftigem Amt weniger bedeutend als die Tatsache seiner Bestellung. Rom wolle Linz signalisieren, dass die Zeiten des liberalen und gemäßigten Kurses vorbei seien.
Wie die Katholiken in Oberösterreich reagieren werden, ist nicht abzusehen. Schon die jüngsten Entscheidungen (Ende der Taufe durch Laien) hatten großen Unmut in der Diözese ausgelöst.
Ob man sie gesellschaftlich akzeptiert oder nicht, eine Abtreibung ist und bleibt eine widernatuerliche menschliche Tat. Damit meine ich nicht, dass es keine Abtreibungen geben sollte oder duerfte, sondern nur, dass jede Frau die eine Abtreibung begeht und jeder Ehemann der eine solche ermutigt, diese Tatsache (Vergehen, Suende, etc.) mit sich selbst und den weltlichen Gesetzen ausmachen, bereinigen muss, ohne von ihrer/seiner Kirche, die aus Respekt fuer alles menschliche Leben eine willkuerliche Unterbrechung der Schwangerschaft fuer eine schwere Suende halten muss, eine Absolution zu verlangen.
Die Kirche ist nicht dazu da die Suenden der Menschen auf sich zu nehmen, sondern suendige Menschen durch den Glauben zu troesten. Das heisst, der Mensch kann suendigen, muss aber fuer seine Suenden selbst einstehen. Denn die Kirche darf nicht suendigen. Sie wuerde dies aber tun, wenn sie von ihren goettlichen (fuer mich: natuerlichen) Prinzipien abweichen wuerde.
Ein Familienvater.
Als Christ (evang.), verstehe ich die Aufregung um Weihbischhof Wagner nicht.
Apostel Paulus hat doch bereits vor 2000 Jahren in seinem Brief an die Römer geschrieben:
"Darum hat sie Gott auch dahingegeben in schändliche Lüste; denn ihre Weiber haben verwandelt
den natürlichen Brauch in den unnatürlichen;
desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichenen Brauch des Weibes und sind
aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn
ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen.
Denn was man von Gott weiß, ist ihnen offenbar;
Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten.
.
Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden."
Heute laufen doch sehr viele Narren herum, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten.
Landeshauptmann Josef Pühringer (V): "Das deutet daraufhin, dass in Rom von der Diözese ein Bild herrscht, das meines Erachtens nicht der Realität entspricht..."
Was in Rom fuer ein Bild von der Realitaet der Diözese Linz herrscht, ist vollkommen unwichtig. Wichtig ist nur, welches 'Bild' und dessen Auswirkung der Papst sich von einem Bischof in Oesterreich macht. Punkt.
Polizei befürchtet Ausschreitungen rund um Linzer Burschenbundball
Grasser-Freund Muhr will Dachstein-Quelle vermarkten
Rieds größter Vorteil: „Heuer ist die Angst vor dem Titel weg“
Regierung packt im Endspurt noch Überraschungen ins Sparpaket