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Wohnen für Behinderte: Bedarf steigt bis 2022 an

LINZ. 2086 zusätzliche Plätze werden benötigt – Sozialressort kann 600 Plätze selbst finanzieren.

Wohnen für Behinderte: Bedarf steigt bis 2022 an

Landesrätin Birgit Gerstorfer Bild: Alexander Schwarzl

Der Bedarf an Wohnplätzen für Menschen mit Beeinträchtigung wird in den kommenden fünf Jahren weiter steigen. Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SP) präsentierte gestern die Strategie des Landes, um den Bedürfnissen gerecht zu werden:

4135 Personen leben in Oberösterreich in einer für Menschen mit Beeinträchtigung geeigneten Wohnung. Umfasst sind alle Altersgruppen.

Auf der Warteliste stehen aktuell rund 1000 Personen, die schon heuer dringend einen Platz benötigen würden. Bis 2022 werden laut einer Bedarfsprognose 2086 zusätzliche Plätze gebraucht. Ab diesem Zeitpunkt sollte es aufgrund natürlicher Fluktuation keine Wartelisten mehr geben.

Die Schaffung der neuen Plätze wird rund 67 Millionen Euro kosten, sagt Gerstorfer. Voraussetzung ist eine effizientere Verwendung der Mittel: Der Fokus wird auf teilbetreutes sowie begleitetes Wohnen gelegt. Vollbetreutes Wohnen soll nur noch ein Drittel des Angebotes ausmachen.

Landeshauptmann sagt Hilfe zu

Die benötigten Plätze sollen stufenweise realisiert werden, da das Sozialressort den Aufwand nur zum Teil aus eigener Kraft stemmen kann: Rund 600 Plätze können selbst finanziert werden, 278 davon werden bereits umgesetzt. Gerstorfer kalkuliert zudem mit 600 weiteren Plätzen, die Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) zugesagt hat. Ebenfalls noch nicht fix sind zehn Millionen Euro, die der Bund mittels Finanzausgleichsgesetz zur Verfügung stellt – damit könnten rund 375 weitere Plätze geschaffen werden. Bleiben noch 703 benötigte Plätze (Volumen: 21,8 Millionen Euro), für die es noch keine Finanzierung gibt.

Gerstorfer verweist auf die Notwendigkeit eines landespolitischen Schulterschlusses, den sie nach Abschluss ihres Projekts "Sozialressort 2021+" im Herbst einfordern werde: "Wir lassen die Betroffenen nicht im Regen stehen." 

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Artikel (prel) 13. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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