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Stelzer holt Spitzensportler Walter Ablinger auf die Landesliste

LINZ. Handbike-Olympiasieger soll aussichtsreichen Platz erhalten, Landesliste wird so spät wie möglich beschlossen.

Stelzer holt Spitzensportler Walter Ablinger auf die Landesliste

Walter Ablinger Bild: VOLKER WEIHBOLD

Nahezu im Wochentakt präsentiert VP-Chef Sebastian Kurz Quereinsteiger für seine Bundesliste. In Oberösterreich lässt sich die ÖVP mit ihrem Landes-Wahlvorschlag bis zum letzten Abdruck Zeit: die Landesliste soll erst unmittelbar vor dem Einreichtermin bei der Wahlbehörde (18. August) beschlossen werden.

Doch auch VP-Landesobmann Thomas Stelzer plant eine ausgiebige Durchmischung seiner Liste mit bekannten Namen, die bisher abseits der Politik standen. So soll, als jüngste Entscheidung, der Weltklasse-Versehrtensportler Walter Ablinger auf der VP-Liste ins Rennen gehen, als "Mutmacher und starke Stimme für behinderte Menschen", heißt es aus hohen VP-Kreisen. Durch seine Leistungen ist der aus Rainbach im Innkreis gebürtige Handbiker, der seit einem Arbeitsunfall querschnittgelähmt ist, jedenfalls ein bekanntes sportliches Aushängeschild: zu seinen größten Erfolgen zählen eine Gold- und eine Silbermedaille bei den Paralympics 2012, eine Silbermedaille 2016 sowie Welt- und Europameistertitel.

Auf welchem Listenplatz Ablinger gereiht wird – ebenso wie die Spitals-Primarärzte Werner Saxinger und Christian Lampl (die OÖN berichteten exklusiv) – ist noch ein gut gehütetes Geheimnis. Ebenso, wer Oberösterreichs Landes-Spitzenkandidat sein wird. Als Favorit dafür gilt jedenfalls der Innviertler Wahlkreis-Spitzenkandidat und ÖAAB-Bundesobmann August Wöginger. Andere Parteien haben schon längst genannt: die SPÖ Sozialminister Alois Stöger, die Freiheitlichen den Landtagsabgeordneten Wolfgang Klinger, die Grünen Ruperta Lichtenecker (die Gabi Moser ausstechen konnte), die Neos Karin Doppelbauer.

Abzuwarten bleibt, ob sich die von der ÖVP als "Stärkung des Persönlichkeitswahlrechts" angekündigte Senkung der Vorzugsstimmen-Hürden auf die Vorreihung auswirkt: Fünf Prozent der VP-Stimmen sind bei der Wahl nötig, um auf der Landesliste Erster zu werden. 2013 waren das rund 11.000 Stimmen.

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Artikel Heinz Steinbock 11. August 2017 - 00:04 Uhr
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