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Nach 22 Jahren folgt wieder Pühringer auf Ratzenböck

LINZ. Beim Landestag des Seniorenbundes wurde Josef Pühringer mit 99,6 Prozent zum Obmann gewählt.

Nach 22 Jahren folgt wieder Pühringer auf Ratzenböck

Der alte und der neue Obmann Bild: OÖVP

Am 13. Juni feiert die Kirche das Fest des Antonius von Padua, jenes Heiligen, den man anruft, um Dinge wiederzufinden. Der Oberösterreichische Seniorenbund hat mit Josef Pühringer bereits vor mehreren Monaten seinen neuen Obmann gefunden – gestern wurde der ehemalige Landeshauptmann von den Delegierten offiziell an die Spitze gewählt. Damit folgt Pühringer Josef Ratzenböck nach – und zwar bereits zum zweiten Mal: 1995 hatte er ihn als Landeshauptmann beerbt.

"Das passt gut mit der Wahl, Pühringer ist der Beste", sagt Alois Schaubmayr. Das Seniorenbund-Mitglied aus Putzleinsdorf ist einer von 600 Delegierten, die den neuen Landesobmann bestimmen. Insgesamt 1200 Teilnehmer sind zum Landestag ins Linzer Brucknerhaus gekommen. In der Pause sinnieren sie an einem heißen Tag bei kühlen Getränken über die Wahl: Karl Müller, Seniorenbund-Obmann in St. Georgen am Walde, erwartet sich durch den Wechsel an der Spitze frischen Wind. Nachsatz: "Der Mitgliedsbeitrag könnte ein bisschen weniger sein."

Maria Peböck ist aus St. Thomas am Blasenstein angereist. Ihr ist es wichtig, dass die Pensionen nicht noch weiter gekürzt werden. Menschen wie ihr versucht Neo-Obmann Pühringer Mut zu machen: "Bei der Landtagswahl 2021 werden 34 Prozent der Wähler über 60 Jahre alt sein." Die Sicherstellung der Pflege und der Pensionen sind für den 67-Jährigen daher die wichtigsten Themen.

Die Delegierten ermuntert er mit einem Augenzwinkern: "Wollt ihr mich haben, dann bitte ich euch zu wählen!"

Gewollt haben 557 Delegierte: Für den neuen Obmann gab es bei der Wahl 99,6 Prozent – und für Ehrenobmann Josef Ratzenböck neben viel Applaus eine Erstausgabe der "Rentnerzeitung" als Abschiedsgeschenk.

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Artikel Elisabeth Prechtl 14. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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