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Mehrheit der Priester will Zölibat abschaffen

Zölibat: Kritische Priester vor allem in Oberösterreich

Umstritten: Pflichtzölibat für katholische Priester Bild: Volker Weihbold

Eine deutliche Mehrheit von 59 Prozent der österreichischen Weltpriester ist für die Abschaffung des Pflichtzölibats, in Oberösterreich noch wesentlich mehr. In der Diözese Linz würden, laut einer vom Soziologieinstitut der Kepler-Uni erstellten Studie, gar drei Viertel der katholischen Priester für das Ende des Zölibats plädieren. 406 Priester aus allen Diözesen beteiligten sich im Herbst an der Umfrage. Gerade in Oberösterreich wird die Frage der Ehelosigkeit der Priester heftig auch innerhalb der Kirche diskutiert.

„Oberösterreich ist durchaus eine Besonderheit“, bestätigt auch Studienleiter Josef Lins. Das könne daran liegen, dass es in der Diözese eine „Tradition engagierter Laien und Priester“ gebe. Auch bei der Frage, ob Frauen in der Kirche eine bedeutendere Rolle einnehmen sollen, liegt die Zustimmung der oberösterreichischen Priester um fast 20 Prozentpunkte über der in anderen Diözesen. Insgesamt wird von 60 Prozent der österreichischen Priester abgelehnt, dass Frauen nur „unterstützende Tätigkeiten“ in der Kirche ausüben sollen.

Interessant sei auch, so Lins, dass die Ablehnung des Pflichtzölibats mit steigendem Alter der Befragten zunimmt, erst bei den über 75-Jährigen wird wieder die Zustimmung höher. Das habe wohl auch mit persönlichen Erfahrungen zu tun. Auch Begründungen für ihre Meinung nannten die Priester. Der Aussage „Der Zölibat macht viele Priester einsam“ wird von 33 Prozent „voll“ und 29 Prozent „eher“ zugestimmt. Eine Mehrheit glaubt auch, dass es ohne Zölibat mehr Priesteranwärter gebe.

Befürchtungen derer, die den Zölibat verteidigen, sind etwa, dass eine Priesterehe, die scheitert, die Berufsausübung belaste, oder Zeitmangel. (bock)

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Artikel 10. Juni 2010 - 00:04 Uhr
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