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Landedatum für neuen SP-Chef: "Vor dem Sommer"

LINZ. Johann Kalliauer, Interims-Parteichef der Landes-SPÖ, sucht einen Kandidaten "mit Siegeswillen".

Johann Kalliauer

Johann Kalliauer Bild: Weihbold

Nach dem turbulenten Landesparteitag der oberösterreichischen SPÖ am 16. Jänner trat gestern erstmals der neu gewählte Landesparteivorstand unter Interims-Parteichef Johann Kalliauer zu seiner regulären Sitzung zusammen.

Dabei wurde einiges beschlossen, zum Beispiel die Zusammensetzung des von 11 auf 16 Personen erweiterten Partei-Präsidiums. Mit im Präsidium ist auch der Linzer Vizebürgermeister Christian Forsterleitner. "Das ist ein klares Signal dafür, dass die Linzer SPÖ mit im Boot ist", sagte Kalliauer.

Der Linzer Bürgermeister und Chef der Stadt-SPÖ, Klaus Luger, hatte bekanntlich einen Tag vor dem Parteitag im Jänner alle seine Funktionen in der Landespartei zurückgelegt und so jene Entwicklung losgetreten, an deren Ende Reinhold Entholzer seinen Platz an der Parteispitze zugunsten von Kalliauer räumte.

Inhaltlich will man sich in den kommenden Wochen wieder stärker als Partei für "Benachteiligte bis weit in die Mittelschicht hinein" (Kalliauer) positionieren. Bei der Frage, wer künftig die Partei führen und Entholzer als Soziallandesrat in der Regierung nachfolgen soll, hat sich noch nicht viel bewegt: "Wir haben keine Eile und müssen keinen Schnellschuss fabrizieren", sagte Kalliauer.

Aber alle Zeit der Welt bleibt ihm auch nicht. Entholzer will nicht ewig den Platzhalter spielen, daher hat Kalliauer ein neues Landedatum im Visier: "Vor dem Sommer" will er einen Vorschlag für ein neues Führungsteam gefunden haben, den er dem Parteivorstand zur Abstimmung vorlegen kann.

"Wir brauchen einen Parteichef, der Siegeswillen mitbringt und die Landes-SPÖ aus innerem Antrieb führen will", sagt Kalliauer. Einigen Kandidaten, denen man es grundsätzlich zutrauen würde, fehlt dieser innere Antrieb – so etwa Christian Forsterleitner, der seine Perspektiven in Linz sieht.

In den kommenden Wochen plant Kalliauer Gespräche mit Personen aus allen Bereichen der SPÖ, um mögliche Varianten abzuklopfen. Ob es einen Kandidaten gibt, der Parteivorsitz und Regierungsfunktion in Personalunion übernimmt oder aber eine Doppel-Lösung, ist noch nicht entschieden. Im Parteivorstand soll es eine leichte Tendenz für eine Personalunion gegeben haben. (wb)

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Artikel 01. März 2016 - 00:04 Uhr
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