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"Die Geschichte von 2000 wird sich nicht wiederholen"

LINZ. FPÖ-Landeschef Haimbuchner über Neuwahl und Kanzlerziel

"Die Geschichte von 2000 wird sich nicht wiederholen"

Manfred Haimbuchner: "Das Ansehen der Republik wird gerade beschädigt." Bild: VOLKER WEIHBOLD

"Nur noch ein PR-Schauspiel" sei das, was SPÖ und ÖVP nun bieten, sagt FPÖ-Landeschef Manfred Haimbuchner im Gespräch mit den OÖNachrichten. Er spricht sich für Neuwahlen aus.

 

OÖNachrichten: Alles läuft auf eine vorgezogene Nationalratswahl hinaus. Freut Sie das?

Manfred Haimbuchner: Was gerade passiert, ist ein unwürdiges Schauspiel. So eine Koalition darf es einfach nicht mehr geben, daher ist eine Neuwahl unausweichlich. Rot und Schwarz haben sich nichts mehr zu sagen, das ist nur noch ein PR-Schauspiel. Ich halte es auch für lächerlich, wie Außenminister Kurz sich nun ziert. Wenn man nicht bereit ist, eine Partei zu übernehmen, wie soll man da ein Land führen? Es ist eine Zumutung, wie das Ansehen unserer Republik gerade beschädigt wird.

Neben Christian Kern und Sebastian Kurz könnte es für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schwer werden.

Das ist ein Wunschdenken unserer Konkurrenz, damit beschäftige ich mich wirklich nicht.

Sie haben sich schon vor Monaten für Strache als FPÖ-Spitzenkandidat ausgesprochen. Bleibt es dabei?

Heinz-Christian Strache wird unser Spitzen- und Kanzlerkandidat sein.

Apropos Kanzler. Den Umfragen nach ist der erste Platz für die FPÖ in Reichweite. Muss das diesmal nicht das Ziel für die Wahl sein?

Wir wollen stärker werden als bei der vergangenen Nationalratswahl. Das ist unser Ziel, und das wird uns auch ziemlich sicher gelingen. Wir sind gute Wahlkämpfer, das werden wir unter Beweis stellen.

Und danach? Sie haben sich sehr oft kritisch über den künftigen ÖVP-Spitzenkandidaten Sebastian Kurz geäußert. Wäre er trotzdem ein Koalitionspartner für die FPÖ?

Über Koalitionen spekuliere ich jetzt nicht. Ich glaube, dass es sowieso wieder Rot-Schwarz, Schwarz-Rot oder eine Dreierkoalition geben wird, bevor man Bereitschaft signalisiert, mit uns zu sprechen. Aber mir macht das nichts aus. Wir müssen nicht um jeden Preis regieren, sondern nur, wenn wir wirklich unsere Inhalte zu einem großen Teil auch umsetzen können. Die Geschichte von Schwarz-Blau aus dem Jahr 2000 wird sich so nicht wiederholen. Dafür werde ich mich persönlich stark machen.

Ist aus dieser Zeit Misstrauen geblieben?

Das ist vorbei, wir arbeiten in Oberösterreich mit der ÖVP gut zusammen. Aber der Bundes-ÖVP muss man auch jetzt wieder vorwerfen, dass diese dauernden Querschüsse unwürdig sind. Mit so einer Art von Politik möchte ich nichts zu tun haben.

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Artikel Wolfgang Braun 13. Mai 2017 - 00:04 Uhr
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