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Häupl steigt im Schaukampf um Wien heute in den Ring

WIEN. Bürgermeister Michael Häupl gibt heute offiziell den Startschuss zur Verteidigung seines Amtes und der SP-Absoluten. Die Aufwärmarbeit für seinen Wahlkampf haben Grüne und ÖVP übernommen, FP-Chef Heinz-Christian Strache mimt den Herausforderer.

Fünf Wochen vor dem Urnengang erklärt heute der Titelverteidiger den Wahlkampf offiziell für eröffnet: Symbolisch für das Datum der Landtagswahl startet Häupl seine Auftaktveranstaltung in der Wiener Stadthalle um 10.10 Uhr.

Der Wahlkampf ist freilich schon längst angelaufen: Rote Wohlfühl-Plakate und angriffige blaue Slogans prägten bereits im Sommer das Stadtbild. Eher unfreiwillig haben sich zuletzt ÖVP und Grüne als Wahlhelfer für Häupl präsentiert: So hat VP-Stadtchefin Christine Marek für ihre Plakate, auf denen ein vom Wind zerzauster, aber freundlich blickender Häupl zu sehen ist, viel Häme einstecken müssen. Häupl hat sich für die Wahlwerbung herzlich bedankt.

Ringen ums Mitregieren

Strategisch ist die Idee der ÖVP aber nicht so schlecht: Aufmerksamkeit hätte Marek damit zumindest erreicht, analysiert Politologe Peter Filzmaier. Die „Satire“ sei allerdings etwas „zu milde“ ausgefallen, sagt er. Schuld daran sei, dass die ÖVP gleichzeitig ihre Rolle als potenzieller roter Regierungspartner nicht verspielen will.

Denn darum geht es in Wien: Die Mehrheit der SPÖ ist nicht in Gefahr, entscheidend wird sein, ob sie ihre Absolute behält – was im Bereich des Möglichen liegt – oder einen Regierungspartner braucht. Strache inszeniert seinen Wahlkampf als „Duell“ um den Bürgermeistersessel – die Blauen pendeln in Umfragen um die 20-Prozent-Marke – und Häupl hat ihn als Regierungspartner dezidiert ausgeschlossen.

Um die Rolle des Juniorpartners rittert Marek daher vor allem mit den Grünen. Und gegen deren jüngste Krise ist ihr Häupl-Plakat ein lässlicher Fauxpas. Denn die Serie von Parteispaltungen in zwei Hoffnungsbezirken und der Wechsel von Bundesrat Stefan Schennach zur SPÖ (die OÖNachrichten berichteten) hat Wiens Grünen-Chefin Maria Vassilakou schwer angeschlagen zurückgelassen.

Immerhin, der grüne Wahlkampfauftakt steigt erst am Dienstag. Für Filzmaier haben die Querelen dennoch tiefgehende Auswirkungen: „Die Grünen haben es geschafft, sich in den letzten Jahren als potenzielle Regierungspartei zu positionieren. Dieses Image haben die Wiener Grünen in die Luft gesprengt“.

Mutter aller Wahlschlachten?

In der Phase des Intensiv-Wahlkampfs lässt sich freilich noch einiges wettmachen. Und da wird sich auch zeigen, ob Wien, wie es stets heißt, „die Mutter aller Wahlschlachten“ ist. Vor allem Häupl und Strache werden diese Inszenierung für ihren vermeintlichen Zweikampf offensiv nutzen: Das „gegenseitige Hochschaukeln“ von SPÖ und FPÖ ist eine „durchaus funktionierende Mobilisierungsstrategie für die jeweils eigenen Wähler“, erklärt Filzmaier. Erst recht, wo die Wahlbeteiligung in Wien nicht viel höher ausfallen dürfte, als 2005 (rund 60 Prozent).

Steirische Vorzeichen

Bedeutungsvoller ist heuer aber die Wahl zwei Wochen davor in der Steiermark: Nicht nur, weil der Landeshauptmannsessel von Franz Voves (SP) wackelt – sondern auch, weil die FPÖ bei mehreren Wahlausgangs-Szenarien in die Rolle des Königsmachers kommen könnte. Das brächte der rot-schwarzen Koalition auf Bundesebene ein gutes Maß an Konfliktpotenzial.

Für Wien ist das Ergebnis – obwohl eine Entscheidung über die künftige steirische Landesregierung sich bis nach der Wien-Wahl ziehen könnte – ebenfalls von Bedeutung, so Filzmaier: Verteidigt Voves seinen Posten, kann Häupl auf Rückenwind setzen. Verliert er, könnte Häupl als letzten Mobilisierungsschub das „schwarz-blaue Schreckgespenst“ an die Wand malen.

Fix ist seit gestern das wien-weite Antreten von sechs Parteien: Auch BZÖ und KPÖ kandidieren in allen Bezirken.

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Häupl · von Pilatus (10218) · 04.09.2010 11:21 Uhr

Häupl ist Strache geistig weit überlegen, hat es doch der Effler nur auf einen bescheidenen Intellekt gebracht, mit dem er die Sinne seiner meist primitiven, minderleistenden Wähler anspricht.

Häupl ist hochgebildet, sensibel und ein Bürgermeister für alle Wiener und Wienerinnen, selbst für die Effler hat er ein offenes Ohr, auch wenn sie noch so verblödet sind.

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2
du bist schon noch ... · von mausfanger (18380) · 04.09.2010 23:37 Uhr

ganz im besitz deiner geistigen kräfte ???

"Häupl ist hochgebildet, sensibel und ein Bürgermeister für alle Wiener und Wienerinnen"

ha, der ist doch auch nur - wie alle anderen entscheider, egal welcher farbe - ein vor allem sich selbstverliebter machtmensch ...
wer anders behauptet ...
ist kein "gelernter" österreicher !

intelligent ... gut möglich ... dumm ist der häupl sicher nicht ... aber mehr ...

kann ich da nicht finden ...

und da ich kein PARTEILING bin ...
sollten jetzt auch die unfähigen roten in wien - von wem auch immer - ein wenig zurechtgestutzt werden ...

rein DEMOKRATISCH gesehen ...
politsche konkurrenz belebt auch das (politsche) geschäft oder die entscheidungen ...
und das kann für die WIENER BÜRGER NUR GUT sein !!!

nicht blindheit, sondern offenheit und der antrieb - ob von innen oder außen - bringt uns weiter ...

ein wenig "action" tut dringend not ...
nicht nur in wien !

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3
mausfanger · von Pilatus (10218) · 05.09.2010 00:16 Uhr

Es ist Dir ja unbenommen, Bürgermeister Häupl zu verdammen und offenbar den Primitivling Strach´ zu verherrlichen, jeder wie er eben will.

Wenn ich mir das schwarze Niederösterreich so anschaue, wo der Machtmensch Pröll sein Zepter schwingt, eine Milliarde an Wohnbaugeldern verzockt hat und von der Justizministerin noch nicht vorgeladen wurde .......... da frage man sich wohl, ob nicht in Wien bessere Politik betrieben wird.

Oder nehmen wir Oberösterreich, wo ein vom Giebelkreuzler gelenkter Landeshauptmann einer dubiosen ungar. Firma 140 Mio Euro als Einschaukonto zur Verfügung stellte .......... das Geld dürfte weg sein, man hat nie ein entsprechendes Dementi des HupfPepperl gelesen.

Und was ist mit Kärnten, wo ein Dörfler werkt, der vom Gericht einen Persilschein erhielt, weil er geistig nicht in der Lage war, Anordnungen des verblichenen HaiderJörgl zu verstehen und so in der "Schilderaffäre" ungestraft blieb.

Na, und wer hat jetzt bessere Karten ........ Häupl oder Häupl ?

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Artikel 04. September 2010 - 00:04 Uhr
Von Jasmin Bürger
Bild vergrößern Michael Häupl

Wiens Bürgermeister Michael Häupl  Bild: apa

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