Eine Welle der Empörung löste gestern das von der FPÖ Steiermark online gestellte Anti-Minarett-Spiel aus. Spielbenutzer können dabei Punkte sammeln, indem sie per Mausklick auf Minarette und Muezzine zielen.
Der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari sah das Zusammenleben religiöser Glaubensgemeinschaften gefährdet: „Das hebt eine Schranke des interreligiösen Respekts auf und ist strikt abzulehnen. Ich warne nachdrücklich davor.“ Der evangelische Bischof Michael Bünker nannte das Spiel „unmöglich“, die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) befand es für „menschenverachtend“. Das Spiel lade „zu tätlicher Gewalt“ gegen Muslime ein.
Die IGGiÖ erstattete – ebenso wie tags zuvor die Grünen – Anzeige wegen des Verdachts auf Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren. Scharfe Kritik am Spiel kam auch von SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Die Grazer Staatsanwaltschaft hat unterdessen eine Sachverhaltserhebung in Auftrag gegeben. Ob das Spiel per Einstweiliger Verfügung vom Netz genommen werden muss, könne noch nicht gesagt werden, hieß es aus der Anklagebehörde.
Die FPÖ-Spitze verteidigte das Spiel: Von „Schießen“ könne beim Spielablauf keine Rede sein, es handle sich lediglich um das „Drücken einer Stopp-Taste“, sagte FP-Generalsekretär Herbert Kickl. Der steirische FP-Chef Gerhard Kurzmann nannte die Aufregung um das fragwürdige Spiel einen „Sturm im Wasserglas“.
„Überspannt den Bogen“
Doch auch FP-intern hat die Aktion ihre Kritiker. Es sei ein „Ärgernis, wenn man sich als freiheitlicher Spitzenpolitiker ständig für Provokationen rechtfertigen muss, mit denen auch ein Großteil unserer Funktionäre nichts anfangen kann“, kritisiert Oberösterreichs FP-Chef Manfred Haimbuchner im OÖNachrichten-Gespräch seine steirischen Parteikollegen. Ernsthafte Themen müsse man ernsthaft behandeln – und nicht in Spielen. „Man sollte sich Aufmerksamkeit durch Sachlichkeit verschaffen, nicht durch ständige Provokationen“, sagt Haimbuchner. Der niederösterreichische FP-Abgeordnete Christian Höbart sah angesichts der negativen Reaktionen die Landtagswahlkämpfe gefährdet: „Dieses Spielchen überspannt meiner Meinung nach schlicht den Bogen.“
Das Online-Spiel „Moschee-Baba“ der FPÖ Steiermark ist beinahe identisch mit jenem Online-Spiel, das vergangenes Jahr in der Schweiz Aufregung ausgelöst hatte: Entwickelt wurde es von der Werbefirma Goal von Alexander Segert, der für die gesamte Wahlkampflinie der steirischen FPÖ engagiert ist. Zuvor hatte Segert die Werbelinie für das Minarettverbot in der Schweiz gestaltet. (mst)
Würden Türken Kirchen abschießen, käme das nie in die Medien. Wacht auf Ihr Gutis!
Ein einfaches IGRA(Spiel) schafft solch Aufregung !
Die inszenierte Entzweiung des Volkes -alles bloße Ablenkung !!
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Schnelligkeit und Sicherheit, die "seriösen" Medien sofort den "bösen Mann" aus dem Schrank hervorholen.
Weil der Teufel seine Herrschaft über die Erde jedoch nicht in eigener Person sichtbar ausüben kann, rief er seine sichtbare dämonische Organisation ins Leben.
Vielleicht die Freiheitliche Partei Österreichs ??-- alles klar Freunde --süßes träumen ?!
Welcome to the NEW WORLD ORDER !
Oft ist es klüger den Mund zu halten und zu einem vermeintlichen Thema zu schweigen. Es ist sehr unklug, sich von Redakteuren Fragen aufs Maul drücken zu lassen, damit die Antworten kommen, die die Presseleute hören wollen.
Das hinterhältige Interview von Profil und ORF an Frau Rosenkranz vor der BP-Wahl sollte eigentlich ein Lehrstück gewesen sein.
Und es ist zulässig zu sagen: Kein Kommentar
Aber so erweckt der Ärger den Eindruck, man versuche im Bravsein die ÖVP und die SPÖ links zu überholen. Mir zwar total egal, aber plötzlich einzustimmen im Chor der linken Hetzer weil man verärgert sei, wird nur sehr viele Fpö'ler verärgern, denn die FPÖ Steiermark hat ein mutiges Zeichen gesetzt.
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