Exakt 10.434 Bewerber hatten sich zu den gestrigen Aufnahmetests für einen der 1500 Medizinstudienplätze an den Universitäten Wien, Graz und Innsbruck angemeldet. An allen drei Hochschulen kam aber rund ein Viertel der Angemeldeten nicht zur Prüfung.
Weshalb die Rektoren der Medizin-Unis nun die Einführung einer Prüfungsgebühr, wie es sie in Deutschland und der Schweiz gibt, fordern: Zwischen 50 und 80 Euro pro Kandidat seien durchaus denkbar, damit könnte man auch einen Teil der Durchführungskosten für die Aufnahmetests hereinbekommen, so die Argumentation.
Die Meduni Wien kostet der Test jedes Jahr rund 300.000 Euro, die Meduni Innsbruck sogar 400.000. Beide verwenden den Schweizer EMS-Test, in Graz kommt ein eigens entwickelter Aufnahmetest zum Einsatz.
Negative Signale der Politik
Es sei allerdings „politisch nicht gewollt, dass wir Gebühren einheben“, sieht der Rektor der Innsbrucker Medizin-Uni wenig Chancen auf Realisierung der Forderung. Der Andrang auf das Medizinstudium dürfte in den kommenden Jahren noch steigen: In Bayern schließen 2011 wegen einer Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre zwei Abiturientenjahrgänge gleichzeitig ab. Schon heuer ist in Innsbruck der Anteil deutscher Studienbewerber deutlich gestiegen: Von den 2681 Angemeldeten waren 1741 Deutsche – um 23 Prozent mehr als 2009.
Chancen auf einen Studienplatz haben deutsche Bewerber nur geringe: Die von der EU-Kommission geduldete Quotenregelung reserviert drei Viertel der Studienplätze für Österreicher, 20 Prozent für EU-Ausländer (vor allem Deutsche) und den Rest für Bewerber außerhalb der EU. (jabü)
Man sollte den Name in Anmeldegbühren umtaufen. Es ist eine Frechheit sich zur Prüfung anzumelden und nicht zu erscheinen. Darum sollte bei der Anmeldung schon eine Gebühr erhoben werden. Schließlich ist der logistische Aufwand enorm.
Aus Angst vor Polizei von Balkon gesprungen
Eurokrise bringt Credit Suisse ins Straucheln
CAS verurteilt Ex-Radprofi Jan Ullrich wegen Doping
Neue Vorwürfe gegen Grasser in der Causa "Telekom"