Während die Diözese Linz nach wie vor auf die Bestellung eines Weihbischofs wartet, haben sich für Burgenlands Katholiken mittlerweile die Nebel gelichtet, wer ihrem langjährigen Diözesanbischof Paul Iby nachfolgt: Der 47-jährige Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz und Pfarrer von Wulkaprodersdorf, Ägidius Johann Zsifkovics (die OÖN berichteten). Offiziell bekannt gegeben werden dürfte die Entscheidung am Samstag via päpstlichem Bulletin.
Insbesondere die Art der Bestellung von Zsifkovics, aber auch dessen streng romtreue Haltung haben gestern in Teilen der katholischen Kirche erneut Ärger ausgelöst.
So soll der amtierende Bischof Iby, der heuer mit Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren obligatorisch seinen Rücktritt eingereicht hatte, über die Nachfolge-Entscheidung nicht informiert gewesen sein – und über die Medien davon erfahren haben.
„Das Vorgehen gegenüber Iby war nicht feinfühlig“, sagt der Theologe Paul Zulehner: „Denn er äußerte beim Nuntius, dass er bis zum Diözesanjubiläum am 11. November bleiben will. Die offizielle Bestellung von Zsifkovics dürfte schon am Samstag erfolgen. Das ist jetzt eine brüskierende Missachtung.“ Der voraussichtliche neue Bischof werde nur von einer Minderheit in der Diözese akzeptiert, sagt Zulehner.
Von einem „katastrophalen Bestellvorgang“ spricht Helmut Schüller von der Pfarrerinitiative: Die Entscheidung verstärke den Eindruck, „dass sich die Führungsetage in konservativen Löchern verkriecht“. Der Umgang mit Diözesanbischof Iby sei unter jeder Kritik gewesen, sagt Schuller: „Nicht einmal die primitivsten Anstandsregeln wurden beachtet.“
Von einer „Geheim- und Personalpolitik, die in Diktaturen üblich ist“, spricht die Plattform „Wir sind Kirche“. Eine „neuerliche rücksichtslose Machtdemonstration des Vatikans“ nennt die romkritische „Laieninitiative“ die Bestellung Zsifkovics’. Es entstehe der Eindruck, dass Iby „indirekt für seine mutigen Äußerungen zu notwendigen Reformen bestraft“ werde. Iby hatte sich vor wenigen Monaten für die Abschaffung des Pflichtzölibats für katholische Priester ausgesprochen.
Bischof Iby selbst wollte noch keine offizielle Stellungnahme zu seinem voraussichtlichen Nachfolger abgeben. Er werde sich erst nach der offiziellen Bestätigung dazu äußern, hieß es in der Diözese Eisenstadt. Auch Zsifkovics, der als Vertrauter von Kardinal Schönborn gilt, hat sich bisher nicht zu seiner neuen Aufgabe geäußert.
Weitere Wechsel
Die Debatten über das Prozedere von Bischofsernennungen dürften nicht abreißen. Im kommenden Jahr erreichen die Bischöfe Egon Kapellari (Graz) und Elmar Fischer (Feldkirch) die Altersgrenze von 75 Jahren, im Jahr 2012 folgt ihnen der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser.
Zuvor steht wohl noch die schon seit Monaten mit Spannung erwartete Ernennung eines Weihbischofs für die Diözese Linz an. Die Bestellung des Windischgarstner Pfarrers Gerhard Maria Wagner zum Weihbischof war bekanntlich im Februar 2009 an kircheninternen Widerständen gescheitert.
die selbstzerstörung schreitet voran. bald wirds nur noch opus dei, pfingstler etc. geben.
kirche, quo vadis?
Diesen konservativen Klüngel kann man nur mit Kirchenaustritten aushungern, sodass ein Schönborn nicht mehr residieren kann wie ein Fürst und sich wieder der Seelsorge annehmen muß.
Schönborn hat jahrelang die Verfehlungen eines Groer gedeckt, ihm waren die mißbrauchten Zöglinge nicht wichtig, aber auch er wird einmal vor dem "Richter" stehen.
Dieser Zsifkovics ist eine Geburt Schönborns, offenbar wollte er den greisen Papst, der im Vatikan seine Hausmacht verloren hat, besänftigen und sich selbst ins rechte Licht rücken.
Der Krichenbeitrag juckt diese Typen keine Sekunde, das sind nur scheinheilige Spiegelfechtereien um die flachdenkenden Doofsäcke bei Laune zu halten. Kirchen, die keine Kirchensteuer haben, sind in allen Ländern bedeutend reicher, weil sie dort Erbschaften en masse abzocken. Der Reichtum an Grund und bOden bzw.. Barwerten ist irr und wird dem Staat entzogen (siehe SPIEGEL der letzten Wochen). Durch EU Förderungen www.transparenzdatenbank.at wird der Recihtum täglich vergrößert. Wenn sich nun die Gläubigen nach Belieben anrotzen lassen, so ist das nur zu wünschen - früher nannte man dieses rüpelhaftes Gesindel...
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