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Lehrer opfern Pragmatisierung

Die Lehrergewerkschaft kann sich die endgültige Abschaffung der Pragmatisierung vorstellen: Man könne diese „letzte heilige Kuh schlachten“ – wenn das neue Lehrerdienstrecht die Gesamtsituation der Lehrer verbessert, sagte der Chef der ARGE Lehrer in der Beamtengewerkschaft, Walter Riegler am Mittwoch.

Bisher hatten die Lehrervertreter stets an der Pragmatisierung festgehalten – in der Praxis wird sie bei Bundeslehrern (an höheren Schulen) allerdings schon seit einigen Jahren nicht mehr vollzogen, bei Landeslehrern (an den Pflichtschulen) zum Teil ebenfalls nicht mehr. Insgesamt sind derzeit noch rund die Hälfte der 120.000 Lehrer in Österreich pragmatisiert.

In wesentlichen Bereichen lehnt die Lehrergewerkschaft die Reformpläne von Bildungsministerin Claudia Schmied (SP) beim Dienstrecht weiterhin ab. So hält Riegler wenig davon, dass Lehrer mehr Zeit an der Schule verbringen sollen. Die derzeitige Möglichkeit der freien Arbeitseinteilung käme vor allem Müttern zugute, außerdem halte er es für einen „Anschlag auf den Intellekt von Direktoren“, wenn diese künftig ihren Lehrern zusehen müssten, „wie sie stundenlang in Heften herumkrixeln“.

Überhaupt zweifelt Riegler daran, dass eine Reform zum jetzigen Zeitpunkt Sinn macht: Sollte es etwa nach den Schulversuchen zur Neuen Mittelschule zu Änderungen im Schulwesen kommen, könne man das neue Dienstrecht „gleich weghauen“.

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Artikel 11. Februar 2010 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Lehrer opfern Pragmatisierung

Neues Dienstrecht für Lehrer wird viele Änderungen bringen.  Bild: Weihbold

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