ePaper | 
Anmelden
 |  A A A

 
Linz  -4°C ·  Enns  -5°C ·  mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Innenpolitik

Lehrer-Wahlen: Denkzettel für Schmied

Bild vergrößern Lehrer-Wahlen mit Denkzettel für Claudia Schmieds Schulpolitik

Schon auf dem Linzer BSA-Lehrertag im März war Schmied mit Kritik konfrontiert.  

WIEN. Die Personalvertretungswahlen des Bundes endeten gestern – bei einer Berufsgruppe setzte es offenbar einen Denkzettel für die Regierungspolitik: Die Lehrer wandten sich massiv von der SP ab.

Das erste Ergebnis lag von den Wiener Pflichtschullehrern vor: für sie endeten die Personalvertretungswahlen schon am Mittwochabend.

Das Resultat war für die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) ernüchternd. Die Volks- und Hauptschullehrer in Wien haben ihren Zentralausschuss „umgefärbt“. Die FSG stürzte massiv ab und wurde von den Christgewerkschaftern (ÖAAB-FCG) auf den zweiten Platz verwiesen.

„Rote“ Lehrer sind in Wien offenbar in großer Zahl zur FCG abgewandert. Die rund 11.700 Wiener Pflichtschullehrer bescherten der FSG ein Minus von 10,1 Prozentpunkten. Damit haben die sozialdemokratischen Lehrer nur noch 40 Prozent der Stimmen. Umgekehrt legte die FCG von 34,5 Prozent auf 43 Prozent zu. Im Zentralausschuss der Wiener Pflichtschullehrer hat die FCG nun fünf Mandate, die FSG vier – bisher war das Verhältnis umgekehrt. Die Unabhängigen Gewerkschafter verbesserten sich von 14,5 auf 16,5 Prozent, blieben aber bei einem Mandat im Zentralausschuss.

Wahl in Oberösterreich

In Oberösterreich war die Situation nach Auszählung der ersten Bezirksergebnisse ähnlich. Die FSG hielt bei einem Minus von rund zehn Prozentpunkten, die FCG legte in ähnlichem Maß zu. „Wir Lehrer wollen es nicht, wenn Politik gegen uns gemacht wird“, interpretierte Paul Kimberger (FCG), Vorsitzender der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft in Oberösterreich, das Ergebnis. Es sei eine „klare Absage an die Ministerin“. Schmied habe mit ihren Vorstößen zu Jahresbeginn mit der Ankündigung, Lehrer sollten zwei Stunden länger unterrichten, und mit ihren „zentralistischen“ Ansätzen für die Reform der Schulverwaltung einen großen Teil der Lehrerschaft verärgert.

Ob die Lehrer-Ergebnisse auch einem allgemeinen Trend bei den Personalvertretungswahlen entsprechen, war vor Vorliegen der Endergebnisse für alle Bundesbedienstete noch nicht zu beurteilen.

Detailergebnisse

Einzelne Ergebnisse waren aber auffällig und zeigten ebenfalls FSG-Verluste. So verlor die FSG auch bei den Wahlen der Exekutive in Niederösterreich zehn Prozentpunkte, die FCG legte 3,2 Prozentpunkte zu.

In der Präsidentschaftskanzlei wählten von den 70 Bediensteten 13,6 Prozent FSG, vor fünf Jahren waren es noch 55,9 Prozent.

3 Kommentare
Vorgeschmack · von woppl · 27.11.2009 14:56 Uhr

nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Wienwahlen 2010...........da wäre Häupl wohl froh über ein 4? Ergebnis

 
Der eigentliche Skandal, · von eulenauge · 27.11.2009 11:11 Uhr

daß von Steuergeldern lebende Öffentlich "Bedienstete" eine Gewerkschaft haben dürfen und darüber hinaus auch noch eine "Personal"vertretung, wird wieder einmal nicht thematisiert.

Wenn man einen Sumpf trocken legen will, sollte man nicht die Frösche wählen lassen: Die wählen den Sumpf.

 
Wäre eh oft gscheiter, die Leute hätten... · von mynachrichten · 28.11.2009 20:20 Uhr

wenn man bedenkt, welche Mobbingstrukturen trotz dieser "Vertreter" aufrechterhalten werden, und was sich starke Gruppierung in den letzten Jahren an Nichtstun und Wegschauen geleitet haben, siehe Gewerkschaft mit der Bawag, und dass Freigestellte in akademischer Höhe entlohnt werden, auch wenn sie oft nicht einmal einen Beruf gelernt haben und dann als Hofräte zum Teil in Pension gehen..... nachdem die Frau Schmied derart Mitarbeiterfeindliche Aussagen getätigt hat und eigentlich froh sein muß, aufgrund ihrer mangelhaften Qualifikation nicht arbeitslos zu sein - gehörte ein Denkzettel verpaßt. Die nächsten Wahlen stehen an, auch auf betrieblicher Ebene und es wird Zeit einer oft 80 prozentigen Mehrheit, wenn Sie nichts gemacht haben, außer auf ihren fetten Posten zu sitzen, einen Dankzettel zu verpassen. Gewisse hochdotiert Dampfplauderer und arogante oder herzlose Arschlöcher gehören in die Wüste geschickt. Die FCG hat das auch schon erlebt und mit starker FSG ist es um keine Deut be

 

Weitere Artikel aus Innenpolitik
Werner Faymann
WIEN. Sollte der unter Korruptions-Verdacht stehende Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly in Österreich nur deshalb straffrei ausgehen, weil die britischen Behörden ihr Verfahren nach einer Bußgeldzahlung niedergeschlagen haben, will Bundeskanzler ...   mehr mehr
Steindl legt Termin fest
WIEN. Der von der burgenländischen SPÖ gewünschte Landtagswahl-Termin 2. Mai dürfte vom Tisch sein.    mehr mehr
Josef Pröll
WIEN. Scharf vorgehen will Finanzminister Josef Pröll (V) gegen Steuerhinterzieher. Sollten sich auf der CD mit gestohlenen Steuerdaten, die Deutschland kaufen will, auch Namen von Österreichern finden, gebe es dringenden Handlungsbedarf.    mehr mehr
Neuen Kommentar schreiben

Betreff / Kommentartitel
Kommentartext:

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben

  Für nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Um sich registrieren zu können müßen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail - Adresse mitteilen.
Gewünschter Benutzername

Gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

OÖNcard


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2? : 


Zuletzt kommentiert    mehr »
  • Ich will jetzt nicht anfangen ...
    von stoeffoe, 09.02.2010 14:47 Uhr
    ... über die Bibelzitate zu 'streiten'. Wo wir uns doch heut so liebhaben Nein, ich muss schon...
  • die schwarzen..
    von hanspeter72, 09.02.2010 14:44 Uhr
    ...missbrauchen doch immer ihre ämter, um der arbeitenden bevölkerung zu schaden!!
  • meine vermutung vor 3 monaten
    von oneo, 09.02.2010 14:43 Uhr
    wird langsam wirklichkeit. pasching kann ja auf grund der statuten nicht aufsteigen. grad`s truppe...
  • Die Frechheit war ja wohl...
    von stoeffoe, 09.02.2010 14:30 Uhr
    ... dass er gesagt hat "des is Wurscht", was den sensibilisierten Mann in Rage gebracht hat. Und...
  • Zurückpfeifen....
    von Strohmeyer, 09.02.2010 14:29 Uhr
    ...wird die ÖVP ihren ÖBB-Staatssekretär Lo(w)patka sicher nicht. Aber es macht echt den Eindruck...
  • bin ich voreingenommen...
    von feelgood40, 09.02.2010 14:25 Uhr
    oder macht dieses neue "katzi" einen eher dümmlichen ein- bzw. ausdruck ??? andererseits, wärs eh...
 
 
 
Anzeigen:  Karriere · Immobilien · Motormarkt · Reisemarkt · Servicemarkt · Anzeigen A-Z · Kontakte · Trauer · Glückwünsche · Inserieren