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700 Millionen für Ganztagsschulen

Bild vergrößern Schmied hat ein Ziel vor Augen

Bild: APA (Archiv/Fohringer)

WIEN. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) lässt bis Ende Dezember den Bedarf an ganztägiger Betreuung für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren erheben. In den kommenden Tagen werden rund 700.000 Fragebögen an alle Volksschulen, Hauptschulen und AHS-Unterstufen versendet, die Ergebnisse werden Mitte Jänner präsentiert.

Derzeit werden rund 90.000 Schüler ganztägig betreut. Schmied rechnete bei einer Pressekonferenz am Dienstag damit, dass auf mindestens 200.000 Plätze aufgestockt werden muss - Zusatzkosten: 170 Mio. Euro allein für den Personalaufwand, dazu kommen noch die Kosten von etwaigen baulichen Maßnahmen.

Schmied geht davon aus, dass Finanzminister Josef Pröll (V) die Mehrkosten bedecken wird. Dieser hatte zuletzt eine Budgeterhöhung dafür zumindest nicht ausgeschlossen, allerdings auf zahlreiche noch ungeklärte Fragen verwiesen. Durch die "größte Elternbefragung der Zweiten Republik" will Schmied nun die "Datenlage klar bekommen".

"Keine ideologische Kampf-Auseinandersetzung"

Die Ministerin will aber "keine ideologische Kampf-Auseinandersetzung" führen. Dies zeigt sich nicht zuletzt an den Fragen: So wird etwa nicht erhoben, welche Form der ganztägigen Betreuung gewünscht wird (also etwa die "echte Ganztagsschule" in verschränkter Form mit einem Wechsel von Betreuung und Unterricht oder nur reine Nachmittagsbetreuung).

Gefragt wird etwa, ob es an der betreffenden Schule bereits ein ganztägiges Angebot gibt bzw. was dort angeboten wird. Ebenfalls erhoben wird die Zufriedenheit mit dem Status quo und welche Elemente die Tagesbetreuung umfassen soll. Zur Frage nach dem Bedarf können die Eltern ankreuzen, ob sie ein "ganztägiges Schulangebot, das auch Hausaufgaben machen, Lernhilfen und Förderangebote, Kreativ-Kurse, Sport- und Freizeitaktivitäten umfasst" nutzen würden.

Antworten bis 28. Dezember

Zur Auswahl stehen dabei "Ja, sicher", "Ja, eher schon", "Nein, eher nicht", "Nein, sicher nicht" und "Trifft schon jetzt zu". Schließlich sollen die Eltern noch beantworten, ob sie für Mittagessen und Betreuung einen "angemessenen finanziellen Beitrag" bezahlen würden.

Die Fragebögen werden über die ca. 5.000 involvierten Schulen bzw. die dortigen Elternvereine verteilt, geantwortet werden kann online (http://www.elternbefragung.at) bis 18. Dezember bzw. per Papierfragebogen portofrei bis 28. Dezember. Die Befragung ist anonym und wird von IFES durchgeführt.

1 Kommentare
Geld besser für Unis ausgeben · von Anders · 17.11.2009 19:35 Uhr

Zum Kasernieren von kleinen Kindern hat man also Geld. Aber die Unis hungert man aus. Das heißt, man will gar keine gute Ausbildung, man will nur ein von klein auf gegängeltes Volk ohne eigenen Willen. Freiheit ade!

 

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