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Studentenproteste: Bundesweit Aktionen für Donnerstag geplant

WIEN. Die Studentenproteste in Österreich gehen auch in dieser Woche weiter. Für Donnerstag (5. November) haben die Besetzer des Audimax der Universität Wien zu einem bundesweiten Bildungsaktionstag aufgerufen.

Ab 11.00 Uhr vormittags soll es einen Schülerstreik und den ganzen Tag über weitere „kleinere dezentrale Aktionen“ geben, so einer der Organisatoren gegenüber der APA. Höhepunkt in Wien soll ein Sternmarsch zum Urban-Loritz-Platz in Wien-Neubau mit einer Schlusskundgebung um 17.00 Uhr sein. Außerdem planen die Studenten ab sofort „Guerilla-Aktionen“.

Auf der Internetseite zu den Studentenprotesten haben bereits mehrere Unis ihre Teilnahme am Aktionstag angekündigt, darunter jene in Graz, Klagenfurt, Linz und die Uni für Bodenkultur. Mittlerweile gibt es auf der Website unter http://unsereuni.at/wiki/index.php/Online-Demo auch die Möglichkeit, im Internet für die Forderungen der Besetzer zu demonstrieren. Die Besetzungen sollen unterdessen weitergehen: Derzeit sind die beiden größten Hörsäle an der Uni Wien besetzt, in Beschlag genommen wurden auch Räume an der Akademie der Bildenden Künste und den Technischen Unis (TU) in Wien und Graz sowie an den Unis Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und der Uni für Bodenkultur.

Am Donnerstag soll der Aktionstag in Wien mit Protesten von Schülern starten, um 11.00 Uhr gibt es eine Kundgebung an der Rampe der Hauptuni. Den ganzen Tag über findet im Audimax außerdem ein Alternativprogramm mit Workshops und Filmen etc. statt, so einer der Organisatoren. Diese hoffen außerdem auf die Teilnahme nicht nur von Studenten und Schülern, sondern auch von Kindergartenpädagogen und Lehrlingen. „Wir müssen eine Verbindung erzeugen zu anderen Institutionen mit denselben Problemen. Das ist kein Uni-Streik, sondern ein Bildungsstreik!“

Außerdem ist an der Uni Wien eine „Alternativ-Uni“ mit „streikenden Lehrenden“ geplant; der UniversitätslehrerInnenverband (ULV) der Uni Wien hatte sich am Sonntag mit den protestierenden Studenten solidarisch erklärt, die Interessengemeinschaft externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen (IG elf) bereits am Freitag vergangener Woche. Erfreut reagierten die Besetzer auf die Ankündigung von Uni-Wien-Rektor Georg Winckler, zu einem Gespräch ins Plenum zu kommen. Einen konkreten Termin gibt es laut einer Sprecherin des Rektorats allerdings noch nicht.

Die Audimax-Besetzer planen zudem ab morgen, Dienstag, „Guerilla-Aktionen“, bei denen sie unter den Lehrenden wie unter der übrigen Bevölkerung für ihre Anliegen werben wollen. So könnten etwa Kleinstgruppen mit Transparenten bei roter Ampel über den Zebrastreifen marschieren oder sich in die Anlagen für die U-Bahnansagen einhacken und für eigene Ansprachen nutzen, heißt es.

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Werner Schneiders treffender Kommentar: · von herbertw (11922) · 02.11.2009 13:33 Uhr

Angesprochen auf die österr. Studenten, bzw. auf deren aktuelle Aktionen, meinte Werner Schneider im heutigen Kurier©-Interview: „Ich bin überrascht! Ich habe gar nicht gewusst, dass diese Generation noch lebt. Alles was man von den Studenten bisher gehört hat, war, dass bei Hochschülerschaftswahlen keiner hingeht. Dass sich die akademische Jugend plötzlich artikuliert, hätte ich nicht erwartet!“
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Diese Kritik an der bisherigen Meinungslosigkeit und Angepasstheit der österr. Studenten unterstütze ich vollinhaltlich! Ich habe das Studenten gegenüber so formuliert: „Im politischen Meinungsbildungs-Prozess Österreichs spielt ihr keinerlei Rolle! Das müsst ihr unbedingt ändern!“
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Ich bin also froh, wenn die Studenten die „etablierte Normiertheit“ der österr. Gesellschaft aufbrechen.
- Damit ist der beste Schritt in Richtung „Ende des latenten Neo-Faschismus“ in Österreich getan!
- Damit ist das Ende der „normierten Kleingeistigkeit der österr. Gesellschaft“ eingeläutet!

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Artikel 02. November 2009 - 11:53 Uhr
apa/nachrichten.at
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Besetzungen und Proteste gerechtfertigt?

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