ePaper  | iPad | 
Anmelden
 |  A A A

 
Donnerstag, 9. Februar 2012, 04:38 Uhr Linz  -9°C ·  Enns  -10°C ·  mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Innenpolitik

Kanzler-Veto gegen den Ausstieg aus CERN

WIEN. Bundeskanzler Werner Faymann (SP) hat Wissenschaftsminister Johannes Hahn (VP) gestern zurückgepfiffen: Er darf die Mitgliedschaft Österreichs am Kernforschungsinstitut CERN nicht aufkündigen.

Zwölf Tage lang hat Hahn seine Ausstiegspläne aus dem CERN-Projekt gegen wachsenden Widerstand aus der heimischen Forschungswelt verteidigt: Die 20 Millionen Euro Jahresbeitrag könne man für andere Projekte viel effektiver nutzen, lautete Hahns Argumentationslinie.

Die er gestern auch Faymann vortrug. Allein, der Kanzler teilte Hahns Ansicht nicht: Nach der rund einstündigen Aussprache erklärte Faymann, dass er sich den Austritt „nicht vorstellen kann“, da er „als Bundeskanzler das Ansehen unseres Landes“ zu bedenken habe – und dieses wäre bei einem Ausstieg in Gefahr. Weshalb die „Diskussion beendet“ sei.

Hahn, der mit Faymann zur Presseerklärung erschienen war, nahm dessen Machtwort mit stoischer Ruhe auf: „Ich habe die Entscheidung des Bundeskanzlers zu akzeptieren“, sagte er – und gab offen zu, eine Niederlage erlitten zu haben, aber: „Wer hat das nicht schon?“, sagte Hahn pragmatisch.

Inhaltlich verteidigte Hahn seine Ausstiegspläne: „Aus Sicht des Forschungsministers wären andere Prioritäten zu setzen gewesen“, er stehe „sachlich“ nach wie vor zu seinem Vorschlag. Für Faymann spricht dagegen, dass mit einem Ausstieg die in der Forschung nötige „Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit“ nicht garantiert seien.

Das Forschungsbudget muss der Minister nun umschichten, wo er die 60 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre einsparen will, weiß er allerdings noch nicht: Er müsse das jetzt „neu organisieren“, sagte Hahn, fest stehe derzeit nur, dass das Budget für den Wissenschaftsfonds (FWF) nicht angegriffen werde.

1
actionlois ; · von hanspeter72 (2011) · 19.05.2009 20:36 Uhr

sie kennen die funktion eines ministers nicht?
im ministerrat muss einstimmigkeit gegeben sein, ist dies nicht der fall, kann der minister sein vorhaben begraben!
sollte etwas nicht stimmen, bitte ich um berichtigung!
danke!!

(0)
2
minister · von actionlois (256) · 19.05.2009 20:23 Uhr

wie funktioniert das? hat ein minister eh nichts zu reden wenn es dem bundeskanzler nicht passt. für was wird er dann bezahlt? nur damit dieser posten besetzt ist? eine wohl teure besetzung!

(0)
3
cern-ausstueg · von jokaor (84) · 19.05.2009 08:14 Uhr

besser sie wären diesem dubiosen verein nie beigetreten - da werden einige weiterhin ín saus und braus leben - johlend lachend sich auf die schenkel klopfen und über die blöden zahler krumm und dumm lachen...

(0)
Artikel 19. Mai 2009 - 00:04 Uhr
Von Jasmin Bürger
Bild vergrößern Kanzler-Veto gegen den Ausstieg aus CERN

Kanzler Faymann (re.) spricht ein Machtwort, Hahn muss klein beigeben.  Bild: Stringer/Austria

Neuen Kommentar schreiben

Betreff / Kommentartitel
Kommentartext:

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben

Bitte beachten Sie die Forumsregeln


  Für nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.
Gewünschter Benutzername

Gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

OÖNcard


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 2? : 


Meistgelesene Artikel   mehr »