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Studie: Jungwähler erteilten SP Abfuhr, FP im Aufwind

Bild vergrößern Studie: Junge erteilten SP Abfuhr, FP im Aufwind

Wie die Jungen 2008 wählten, erforschte das SORA-Institut.  Bild: Wodicka

WIEN. Nachdem bereits am Donnerstag erste Details einer geheimen SORA-Studie zu Jungwählern durchsickerten, wurde gestern eilig eine Pressekonferenz einberufen. Das Ergebnis ist brisant: Die SP ist unter den 16 bis 18-Jährigen der große Wahlverlierer, die FP bei Lehrlingen mit Abstand stärkste Partei.

Einen Rechtsruck unter Jugendlichen wollten die Studienautoren des SORA-Instituts am Freitag trotz des hohen Zulaufs zur FP nicht erkennen. Laut der bis gestern unter Verschluss gehaltenen Studie wählten 18 Prozent der 16- bis 18-Jährigen bei der letzten Nationalratswahl 2008 „blau“. Bei Lehrlingen waren es gleich 25 Prozent – die Freiheitlichen waren damit in dieser Gruppe stärkste Partei.

„Das heißt aber nicht, dass es hier einen Rechtsruck gibt“, so Steve Schwarzer von SORA. Denn die Studie habe ergeben, dass sich rund die Hälfte der Jugendlichen der politischen Mitte zuordne, rechts und links hielten sich die Waage. „Auch hätte sonst das BZÖ mit sechs Prozent nicht den schwächsten Jungwähleranteil“, ist Schwarzer überzeugt.

Als großer Verlierer ging die SP aus der Studie hervor. Sie, die 2007 das Jugendwahlrecht erst ermöglichte, musste sich mit mageren 12 Prozent geschlagen geben. Die Frage, ob die Studie, die primär von SP-Institutionen finanziert wurde und am 23. April präsentiert werden sollte, gerade deshalb nicht an die Öffentlichkeit gelang, ist daher nicht ganz von der Hand zu weisen, auch wenn SORA politischen Druck dementiert.

VP besonders stark am Land

Stärkste Partei war mit 22 Prozent die VP. „Die Volkspartei konnte gerade im ländlichen Raum punkten, weil hier die Identifikation mit der Partei größer ist. Identifikationsfiguren sind etwa Bürgermeister“, sagte Schwarzer. Das schlechte Abschneiden der SP sei hingegen auf die „fehlende ideologische Positionierung“ zurückzuführen, sie sei für Jugendliche „schlichtweg zu diffus“ und habe „keine klare Linie“.

Deutlich über dem Durchschnitt lagen die Grünen: Sie konnten 2008 14 Prozent der Jungwähler mobilisieren. (hoj)

22 Kommentare
Nepperei hat mal ein Ende · von Lackal · 16.05.2009 13:16 Uhr

Jahrzehntelang konnten wir uns belügen lassen von unseren Politikern. Irgendwann ist aber eine Generation am abstimmen, welche vielleicht versteht, dass Politik nur ein anderes Wort für "die Menschen belügen" ist.

Die "mein Vater wählt rot, also wähle ich auch rot - Generation" ist am Aussterben.

 
Super · von woppl · 16.05.2009 13:01 Uhr

Den Roten sterben Gott sei Dank die Stammwähler weg und die Jungen wählen nicht Rot, d.h.Die Tage der Roten sind gezählt......und das ist gut so

 
Das ist gut so · von KrustyBurger · 16.05.2009 14:22 Uhr

Die SPÖ kann sich nur noch auf die vielen Pensionisten berufen (Bevölkerungspyramide). Ohne sie könnten sie schon langsam WO geben. Die Jungen beißen auf das verkrustete, altfaderischer Programm mit farblosen Bonzen und Sesselklebern nicht mehr an. Da muss schon ein bischen mehr geboten werden. Ein bisschen mehr als mahnen, leere Versprechen machen, ... Taten müssen da sein.

Sukkzessive wird diese altfaderische Partei den Bach runtergehen - und das ist - wie der Vorposter schon gesagt hat - gut so.

Wenn sich die SPÖ um (naja 180 ist übertrieben) sagen wir 120 (minimum müssens schon sein) drehen würde, dann wäre eine Wahl für sie vielleciht wieder einaml vorstellbar.

 

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