WIEN. Bildungsministerin Claudia Schmied (SP) verteidigt ihren Plan, die Lehrer-Arbeitszeit zu erhöhen, nun per Brief an die Schulpartner. Doch der Widerstand wächst und kommt auch aus der SP.

Mit Verspätung wendet sich Bildungsministerin Schmied direkt an die Lehrer.
Bild: apa
Die SPÖ hat mit Steuergeld eine Umfrage durchführen lassen, wobei 500 Österreicher gefragt wurden, ob sie die Verlängerung der Lehrerarbeitszeit für gerechtfertigt halten. NUR 67% haben das Kreuzerl an der richtigen Stelle gemacht. Das heißt, dass die unerträgliche Polemik der Frau BM bezüglich der "Umschichtung" der Arbeitszeit zu mehr Unterrichtszeit immerhin von einem intelligenten Drittel als das erkannt wurde, was es ist. Man muss doch die Abfertigung und Boni zB eines Ötsch und der ehrenwerten Gesellschaft seiner Kumpane nach 3 Jahren so erfolgreicher Tätigkeit von 1,1 Mio, was in etwa der Lebensverdienstsumme eines AHS-Lehrers entspricht, schon refinanzieren (auch Sie werden noch einen Beitrag leisten!). Eine Umfrage über Reduktion der Abgeordneten auf die Hälfte (sollen Arbeitszeit einfach umschichten), Auflösung des Bundesrats und des Bundespräsidentenamts, eine Minderung der Politikergehälter um 25% (einfach umschichten) erhält so sicher 100% Zustimmung.
In allen diesbezüglichen Foren, betreffend "2 Std. Mehrarbeit" für Lehrer, ist festzustellen, dass viele Postings
aus Lehrerhand während der Vormittagszeit, also Unterrichtszeit, geschrieben werden! Ich denke, dass eventuelle "Freistunden" besser für die "Vorbereitung" genützt werden sollten, oder sind es etwa gar keine Freistunden?
Manche gehen während ihrer Freizeit in die Schule, aber nur um dort das Internet gratis zu benützen. In welchem Fach habt ihr eigentlich das seit Jahrzehnten unerträgliche jammern gelernt. Fakt ist, die Lehrer gehören zu den streikfreudigsten und auch zur geldgierigsten Berufsgruppe. Jeder kleinste Handgriff muß abgegolten werden, aber euch könnte man mit dieser Einstellung in der Wirtschaft sowieso nicht gebrauchen.
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