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"Wir haben wieder Hoffnung, dass sich etwas bewegt"

LINZ. Bundeslehrertag: Zu wenig Sitzplätze, dafür Aufbruchsstimmung gestern im Oberbank-Forum an der Linzer Donaulände

"Wir haben wieder Hoffnung, dass sich etwas bewegt"

Gut besuchter Lehrertag Bild: Egger

Kein Platz ist frei. Hunderte stehen, einige haben es sich auf dem Boden des schmalen Ganges gemütlich gemacht. Das Oberbank-Forum an der Linzer Donaulände platzt aus allen Nähten, als AHS-Lehrer Walter Klopf den Bundeslehrertag eröffnet, der von der Professoren-Union und der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (beide VP-nah) veranstaltet wird. Der Tag steht unter dem Motto "Bildungspolitik neu". Chancen und Herausforderungen sollen gemeinsam mit mehr als 1200 Lehrern besprochen werden. "Schulpolitik und Bildung sind weiblich. Komisch, dass diese Themen am Weltfrauentag von Männern präsentiert werden", sagt Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer und erntet den ersten Lacher des Vormittags.

Landesrätin Christine Haberlander (VP) lobt anschließend die guten Ergebnisse der oberösterreichischen Schüler in Mathematik und Englisch und betont, wie wichtig der gezielte Einsatz der digitalen Medien im Lehrberuf ist. Die Stimmung unter den Lehrern ist gut und wird noch besser, als der Bildungsminister das Wort ergreift. "Wissenschaft und Technik geht schon. Nur mit der Bildung hapert’s noch", gibt Heinz Faßmann zu. Zu komplex und wichtig sei das Thema, um sich nach drei Monaten Amtszeit als Profi auszugeben. Nach seiner Rede brandet langer Applaus auf. "Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist ein Aufwind spürbar. Wir haben wieder Hoffnung, dass sich etwas bewegt", sagt ein Lehrer der Linzer Körnerschule. Einige Kollegen nicken zustimmend.

Vier Lehrerveranstaltungen

Insgesamt fanden am gestrigen Donnerstag vier Veranstaltungen zum Bundeslehrertag statt. Der Bund sozialdemokratischer Akademiker lud ins Linzer Veranstaltungszentrum Central ein. 250 Lehrer folgten der Einladung, SP-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid setzte sich in ihrer Rede vor allem für den Ausbau der Ganztagsschulen ein.

Die unabhängigen Lehrer (ÖLI-UG und UBG) trafen sich im Volkshaus Ebelsberg, Walter Ötsch sprach dabei über "Volksverführung" und "Populismus für Anfänger". Der Freiheitliche Lehrerverein kam im Seminarhotel Rosenberger in Ansfelden zusammen. Bildungssprecher Wendelin Mölzer hielt einen Vortrag über "Sinn und Unsinn der Bildungsreformen". (geg)

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Artikel 09. März 2018 - 00:04 Uhr
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