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Wenn Ban Ki-Moon anruft und Vietnamurlaub schon gebucht ist

WIEN. Montagabend klingelte das Handy des neuen Außenministers Sebastian Kurz. Am anderen Ende der Leitung war der Generalsekretär der UNO, Ban Ki-Moon.

Wenn Ban Ki-Moon anruft und der Vietnamurlaub schon gebucht ist

Das Außenamt im Griff Bild: Reuters

Er gratulierte zum neuen Job und erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass Kurz als Integrationsstaatssekretär bei seinem Besuch der UNO einen Essenskorb für das Generalsekretariat mitgebracht hatte. Kurz war etwas perplex.

Der 27-Jährige spricht gut Englisch, sein Schulfranzösisch sei ausbaufähig, erzählt Kurz. Der 27-Jährige ist geschickt genug, die Diplomaten für sich einzunehmen. Nach der VP-Vorstandssitzung in der Vorwoche rief er um 22 Uhr den Generalsekretär des Außenamts, Michael Linhart, an, und informierte ihn, dass er sein neuer Chef wird. Als Kurz um einen baldigen Termin ersuchte, erklärte Linhart, "sofort". Um 23 Uhr saßen beide bereits in einem Lokal zusammen und besprachen die Tätigkeitsfelder des neuen Ministers. Am Wochenende lud Kurz die Sektionsleiter zum ersten Kennenlernen ein.

Wenn Ban Ki-Moon anruft und der Vietnamurlaub schon gebucht ist

Für die neue Familienministerin Sophie Karmasin kommt der Jobwechsel nicht zum bestmöglichen Zeitpunkt. Seit langem hatte sie einen Vietnamurlaub in den Weihnachtsferien gebucht, der am 5. Jänner – ihrem 47. Geburtstag – endet. Ihre zwei Söhne und ihr Mann hätten eine Absage nicht akzeptiert, berichtet Karmasin. Tipps für die Reise kann sie sich bei ihrem Kabinettschef Johannes Peterlik holen – er war Botschafter in Vietnam und später in Thailand.

Wenn Ban Ki-Moon anruft und der Vietnamurlaub schon gebucht ist

Der neue Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter soll ebenfalls am Donnerstag wieder in den Flieger steigen. Seine Frau und die zwei kleinen Söhne leben in Brüssel. Seine Schwägerin ist in Wien auf Wohnungssuche gegangen, um für den Neo-Minister eine Bleibe zu finden. Statt am Abend seine Angelobung entsprechend zu feiern, schaute er sich eine Wohnung an.

Justizminister Wolfgang Brandstetter hat seine Belange vor der Angelobung geregelt. Seine Tätigkeit als Strafverteidiger ist eingestellt, an der Uni hat der Ordinarius für Wirtschaftsstrafrecht seine Karenzierung beantragt.

Auch der Abschied vom Ministeramt muss gelernt werden. Ex-Finanzministerin Maria Fekter saß gestern in der zweiten Reihe und stapelte dicke Unterlagen vor sich, als müsse sie den Budgetpfad studieren. Sie habe sich auf ihre Rede vorbereitet, sagte Fekter, die nunmehr im Parlament VP-Kultursprecherin ist, obwohl Budget- und Finanzsprecher zu besetzen waren.

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Artikel Annette Gantner 18. Dezember 2013 - 00:04 Uhr
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