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Vertrauen verloren: Wien trennt sich von Spitalsmanager

WIEN. Nach dem Abgang von Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SP) Ende Jänner musste gestern auch Wiens mächtigster Spitalsmanager seinen Hut nehmen.

Vertrauen verloren: Wien trennt sich von Spitalsmanager

Udo Janßen muss gehen. Bild: APA/HANS PUNZ

Udo Janßen, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV), wurde "ab sofort dienstfrei gestellt", teilte Wehsely-Nachfolgerin Sandra Frauenberger (SP) mit. Sie habe "das Vertrauen verloren".

Bürgermeister Michael Häupl (SP) hatte die Ablöse des KAV-Chefs bereits vor einiger Zeit angedeutet. Weil Janßens Vertrag bei einem Monatsgehalt von 24.000 Euro bis 2019 läuft, hat die Stadtverwaltung aber gezögert. Frauenberger kündigte nun Verhandlungen über die Ablöse an.

Fiasko Krankenhaus Nord

Häupl selbst war wegen des Vorwurfs unter Druck geraten, in Wiens Spitälern herrsche Misswirtschaft. Vor allem der um 800 Millionen Euro in Wien-Floridsdorf geplante Neubau des Krankenhaus Nord wurde zum Fiasko. Um Jahre verzögert dürfte es erst 2019 in Vollbetrieb gehen, bei Kosten von zumindest 1,3 Milliarden Euro.

Auch wenn Opposition und Ärztekammer die Trennung von Janßen gestern begrüßten, für Häupl dürfte die Situation damit nur kurzfristig leichter werden. Am Freitag geht die Wiener SPÖ in ihre traditionelle Frühjahrs-Klubtagung. Dem Vernehmen nach sollen Häupls Kritiker rund um Wohnbaustadtrat Michael Ludwig den Bürgermeister drängen, zumindest einen Zeitplan für seinen Rückzug vorzulegen. Häupl will sich beim SP-Parteitag am 29. April noch einmal einer Wiederwahl als Vorsitzender stellen.

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Artikel OÖN 21. März 2017 - 00:04 Uhr
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