Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 18. Oktober 2017, 02:25 Uhr

Linz: 11°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 18. Oktober 2017, 02:25 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Innenpolitik

Sebastian Kurz präsentierte erste Details zur Steuerentlastung

WIEN. Der VP-Obmann holte sich Rat von Wirtschaftsexperten: Einnahmen durch mehr Wachstum, weniger Geld für Zuwanderer.

Sebastian Kurz präsentierte erste Details zur Steuerentlastung

Uni-Professor Haber berät Kurz. (VP) Bild:

VP-Obmann Sebastian Kurz tourt derzeit im Rahmen der "Österreich-Gespräche" durchs Land. In der Vorwoche setzte er sich mit regionalen Unternehmern in einer Tischlerei in Niederösterreich zusammen, gestern traf er vier renommierte Ökonomen: Gottfried Haber, Wirtschaftsprofessor an der Uni Krems, Eduard Lechner, Universitätsprofessor für Finanzrecht an der WU, Boston-Consulting-Chefin Antonella Mei-Pochtler und Hans Zöchling, Konzernsteuerexperte von KPMG.

Zentrales Thema war die von Kurz angekündigte Senkung der Abgabenquote von 43,4 auf 40 Prozent. In der kommenden Legislaturperiode bis 2022 sollen dadurch die Steuern um 14 Milliarden Euro gesenkt werden.

"Österreich liegt im Unterschied zwischen netto und brutto in Europa an vorletzter Stelle, kaum sonst wo bleibt einem so wenig vom Lohn", sagte Kurz.

Ausgabenbremse

Durch Steuererleichterungen soll die Konjunktur angekurbelt werden: Dadurch könnten drei bis vier Milliarden Euro zusätzlich erwirtschaftet werden.Vier bis fünf Milliarden Euro will Kurz durch eine gesetzlich vorgeschriebene Ausgabenbremse für den Staat erzielen. Die Ausgaben sollen pro Jahr maximal um 1,8 Prozent steigen. Als dritten Bereich nannte Kurz die Zuwanderung: Durch eine Senkung der Flüchtlingszahlen und Einschränkungen beim Zuzug ins Sozialsystem könnten bis zu fünf Milliarden Euro gespart werden.

Haber, der bereits vom früheren niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll als Finanzminister forciert worden war, assistierte Kurz. Er plädierte für eine umfassende Steuerreform. "Wenn die Entlastung massiv ist, dann würde sich das durch die steigende Wirtschaftskraft zum Teil selbst rechnen."

"International abgeschlagen"

Mei-Pochtler, die seit längerem Kurz berät, verwies auf unterschiedliche Wirtschaftsrankings, die alle dieselbe Tendenz aufzeigten: "Österreich ist international abgeschlagen."

Die SPÖ konterte mit einem Video, in dem sie vor Kurz’ Steuerentlastungsplänen warnt: Diese brächten mehr Armut, Selbstbehalte und niedrigere Pensionen.

Kommentare anzeigen »
Artikel OÖN 13. Juni 2017 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

SPÖ Kärnten und Niederösterreich für Wahl gerüstet

SANKT PÖLTEN/KLAGENFURT. Die Nationalratswahl ist geschlagen, nun geht es an die Vorbereitung für die ...

U-Ausschüsse: Startmöglichkeit für drei Parteien

WIEN. Die Nationalratswahl hat auch Auswirkungen auf künftige Untersuchungsausschüsse: Wer aus dem Trio ...

VfGH prüft "Ehe für alle "für gleichgeschlechtliche Paare

WIEN. Österreich, eines der Bollwerke der reinen Hetero-Ehe in Westeuropa, könnte trotz des Widerstands ...

1,54 Millionen Menschen von Armut bedroht

WIEN. Langzeitarbeitslose, Ausländer und Alleinerzieher am öftesten betroffen.

Aus im Nationalrat: Den Grünen droht der finanzielle Engpass 

WIEN. Die Parteien- und Klubförderung fällt aller Voraussicht nach weg - einspringen müssten wohl die ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!