Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 1. Mai 2017, 06:14 Uhr

Linz: 8°C Ort wählen »
 
Montag, 1. Mai 2017, 06:14 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Innenpolitik

Schönborn: "Zupacken, wenn ein Nachbar in Not ist"

LINZ. Kardinal Christoph Schönborn warnt davor, Flüchtlinge und Einheimische gegeneinander auszuspielen.

Kardinal Christoph Schönborn mi Bischof Scheurer Bild: (Reuters)

Flüchtlinge - Schönborn warnt vor gegenseitigem Ausspielen

Kardinal Christoph Schönborn warnt davor, Flüchtlinge und Einheimische gegeneinander auszuspielen. Kern des christlichen Glaubens sei die Nächstenliebe und diese müsse auch das Maß im Umgang mit Asylsuchenden bleiben, sagte er laut "Kathpress" zu Beginn der Bischofskonferenz-Vollversammlung am Montag in Linz. Weiteres Thema ist der Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch im kirchlichen Bereich.

Wien/Linz. "Christlich ist es hinzuschauen und zuzupacken, wenn ein Nachbar in Not ist, sei es ein Österreicher oder ein Flüchtling", sagte Schönborn, der Vorsitzender der Bischofskonferenz ist. Die erste Aufgabe der Politik müsse es sein, Frieden zu schaffen, um die Hauptursache der Fluchtbewegung zu beseitigen. Es gelte zudem auch, die "Sorgen der Menschen ernst zu nehmen, aber nicht dabei stehen zu bleiben".

Der Kardinal verwies darauf, dass derzeit weltweit rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht seien, nur ein kleiner Teil davon komme nach Europa. Europa müsse "menschlich und verantwortlich" mit Flüchtlingen umgehen. "Und dies ist möglich, wenn es gemeinsam geschieht", zeigte sich der Kardinal überzeugt. Gleichzeitig merkte der Wiener Erzbischof an, dass jetzt schon fast zehn Prozent der Bevölkerung in Österreich Muslime seien. "Sie gehören zu diesem Land", stellte der Kardinal fest und sagte: "Die meisten wollen hier friedlich leben. Nur sehr wenige sind gefährlich und davor muss man sich schützen."

Neben der Flüchtlingssituation wird der Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch und Gewalt im kirchlichen Bereich ein Hauptthema der Bischofskonferenz sein. Beim am Montag stattfindenden Studientag gehe es um eine "Zwischenbilanz", sagte der Wiener Erzbischof. Die unter dem Vorsitz von Waltraud Klasnic wirkende Unabhängige Opferschutzkommission habe "hervorragend gearbeitet", sagte der Kardinal.

Kommentare anzeigen »
Artikel 07. März 2016 - 17:12 Uhr
Weitere Themen

Mikl-Leitner will keine Nationalratswahl im Frühjahr 2018

WIEN / SANKT PÖLTEN. Die neue niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ist ...

Wiener SPÖ-Parteitag: Nur 77,4 Prozent für Häupl

WIEN. Der parteiinterne Konflikt in der Wiener SPÖ ist wohl keineswegs bereinigt.

Oscar und der Präsident: Die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft

LINZ. Wie ein zwölfjähriger Schüler aus Linz Alexander Van der Bellen an seine Schule geholt hat.

Wiener SPÖ-Parteitag: Häupl bekräftigt Abschiedsszenario

WIEN. Bürgermeister Michael Häupl hat am Landesparteitag der Wiener SPÖ am Samstag bekräftigt, sich zum ...

"Die wahrscheinlich intensivste und turbulenteste Phase meines Lebens"

LINZ. Die neue Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SP) über ihren ersten 1.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!