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Rauchverbot: Kirche kann aufatmen

WIEN. Die römisch-katholische Kirche kann aufatmen. Weihrauch ist vom am Mittwoch vom Nationalrat beschlossenen Rauchverbot ausgeschlossen.

Fackelzug, Theaterspiel Biblische Betrachtungen

Bild: Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Dieser sei weder ein Tabakerzeugnis, noch ein "verwandtes Erzeugnis", beruhigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Als Körperschaft öffentlichen Rechts ist die römisch-katholische Kirche schon seit längerem dem Tabakgesetz unterworfen.

NEOS-Mandatar Niko Alm hatte auf Facebook die - nicht ganz ernst gemeinte - Frage aufgeworfen, ob das Rauchverbot auch kirchliche Einrichtungen umfasst. Das Verbot erstrecke sich auch auf Vereine und natürlich Körperschaften öffentlichen Rechts, argumentierte er. Das "Abfackeln" von Weihrauch werde in Kirchen in Zukunft also nicht mehr erlaubt sein, schon gar nicht wenn Kinder und Jugendliche anwesend sind und Speisen und Getränke, also Oblaten und Wein zubereitet würden.

Das Gesundheitsministerium sieht allerdings die katholische Liturgie nicht in Gefahr. Es gebe eine klare Vorgabe der EU, was unter dem Tabak verwandten Erzeugnisse zu verstehen sei. Wasserpfeifen und E-Zigaretten fallen etwa darunter. Jedoch kann es beim Verbrennen von Weihrauch, einem Harz, zur Bildung des polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffs Benzo(a)pyren kommen - eine "der am längsten bekannten und untersuchten krebserregenden Substanzen im Tabakrauch", heißt es auf der Website der Österreichischen Apothekerkammer.

In der Erzdiözese Wien zeigte man sich angesichts der Entwarnung jedenfalls beruhigt. Selbst wenn das neue Gesetz Weihrauch umfassen würde, wäre damit wohl das Recht auf freie Religionsausübung verletzt, sagte ein Sprecher von Kardinal Christoph Schönborn.

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Artikel nachrichten.at/apa 08. Juli 2015 - 13:43 Uhr
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