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Österreicher spendeten bei "Licht ins Dunkel" 5,7 Millionen Euro

WIEN. Bei der ORF-Spendengala "Licht ins Dunkel" am Heiligen Abend konnte mit rund 5,7 Millionen Euro nur geringfügig weniger als im vorigen Jahr gesammelt werden.

Alexander Wrabetz (ORF-Generaldirektor), Bundespräsident Heinz Fischer und Gattin Margit Fischer, Eva Radinger (Geschäftsführerin von Licht ins Dunkel) Kurt Nekula (Präsident von Licht ins Dunkel). Bild: Milenko Badzic (ORF)

Mitgeholfen haben dabei auch heuer wieder zahlreiche Prominente, sowie Soldaten des Bundesheeres, die den ganzen Tag über in der Spendenzentrale am Wiener Küniglberg mithalfen, hieß es vom ORF nach dem Ende der Gala.

Die politischen Wortmeldungen im Rahmen der ORF-Sendung standen heuer ganz im Zeichen der Flüchtlingskrise. Kardinal Christoph Schönborn forderte in der Sendung ganz konkret eine Erhöhung der Entwicklungshilfe. Bundespräsident Heinz Fischer bemühte "das berühmte Zitat" der deutschen Kanzlerin Angela Merkel: "Wir schaffen das."

Die Regierungsspitze sprach nicht nur angesichts der ankommenden Hilfesuchenden von einem "schwierigen Jahr". Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) bekräftigte einmal mehr, in der Flüchtlingskrise gehe es darum, "Menschlichkeit" zu zeigen. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) verwies auf die Leistungen der Regierung wie die Steuer- und Bildungsreform. Während Faymann davon ausging, dass es 2016 auch noch ziemlich hart wird, war Mitterlehner etwas optimistischer: "Es kann eigentlich nur besser werden."

In den Reihen der Opposition erklärte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, es gebe gar keine Flüchtlingskrise, sondern lediglich "Massenwanderung". Wenig weihnachtlich-gnädig daher auch seine Botschaft an die Menschen, die nach Europa kommen: "Es gibt kein Menschenrecht auf Zuwanderung."

Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig betonte, es sei die wichtigste Aufgabe für die Politik, angesichts der ankommenden Schutzbedürftigen Lösungen zu finden. Derzeit gehe ein "Riss auch durch die europäische Union" bedauerte sie, und vielen Menschen würden die Entwicklungen Angst und Sorge bereiten. Ähnlich äußerte sich auch NEOS-Parteiobmann Matthias Strolz, der die "Solidargemeinschaft Europa" beschwor.

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Artikel nachrichten.at/apa 25. Dezember 2015 - 07:31 Uhr
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