
Auch in den großen, SP-dominierten Städten ging die Volksbefragung pro Wehrpflicht aus, in Linz etwa mit 54 zu 46 Prozent.
Sichtlich locker betrat Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) kurz vor der ersten Hochrechnung die Wahlzentrale im Landhaus: „Ich hab’ beim Hergehen gehört: Mehrheit für die Wehrpflicht in Wels“, sagte er beim Eintreffen. Den Ausgang der Volksbefragung wollte er nicht „parteipolitisch vereinnahmen“, sagte Pühringer im Gespräch mit den OÖN, allerdings freue er sich über die hohe Beteiligung – und als Obmann der Landes-VP doch auch darüber, dass „die Positionen, die wir vertreten haben, Zuspruch bekommen haben“. Das Ergebnis sehe er nicht nur als klares Bekenntnis zu Wehrpflicht und Zivildienst, sondern auch als Auftrag für die Bundesregierung, den Grundwehrdienst zu reformieren. In der Pflicht sieht Pühringer vor allem die SPÖ: „Von ihr ist die Idee gekommen, und sie stellt auch den Verteidigungsminister.“
Ackerl: „Damit gerechnet“
„Ich hätte mir ein besseres Ergebnis für das Berufsheer gewünscht“, sagte SP-Landeschef Landeshauptmann-Stv. Josef Ackerl – und gab zu, dass er nicht mehr mit einem Sieg der Berufsheer-Befürworter rechnete: „Das Ganze war eine Abstimmung über den Zivildienst und über den Katastrophenschutz, nicht über Modelle der Landesverteidigung.“ Dabei hätten bei den Wählern auch „persönliche Motive“ entschieden, aber das Votum sei zu akzeptieren. „Ich glaube, ein Grund ist auch, dass es bei uns bis zum Schluss unterschiedliche Meinungen und keine einheitliche Linie gegeben hat, ich nenne nur die Namen Voves und Burgstaller“, so Ackerl. Einen Rücktrittsgrund für Verteidigungsminister Norbert Darabos sieht Ackerl nicht: „Ich bin dafür, dass er bleibt.“ Die ÖVP müsse jetzt die Bereitschaft zeigen, gemeinsam das Bundesheer zu reformieren.
FPÖ: „Ohne Darabos“
Rücktrittsreif sieht den Verteidigungsminister FP-Landesobmann Manfred Haimbuchner: Darabos habe sich gegen das bestehende Heeres- und Zivildienstmodell gestellt. „Ein Neubeginn ist notwendig. Es gibt keine andere Möglichkeit, als dass Herr Darabos zurücktritt. Er wollte dieses Bundesheer nicht reformieren“, sagte Haimbuchner in einer ersten Reaktion. Er selbst habe mit einem deutlichen Votum pro Wehrpflicht gerechnet, dass es 60 Prozent wurden, habe ihn selbst überrascht.
Dass die Befragung so eindeutig für die Wehrpflicht ausging, sei zu akzeptieren, sagte Klubobmann Gottfried Hirz, der für die Grünen Stellung nahm. Er persönlich halte das Festhalten am bestehenden Modell für „schade“. Seiner Meinung nach solle jetzt nicht nur über die Reform des Bundesheeres, sondern auch über eine des Zivildienstes diskutiert werden, sagte Hirz: Er plädiere für eine Angleichung der Dauer von Präsenz- und Zivildienst, also eine Verkürzung des Zivildienstes von neun auf sechs Monate.
Mehrheit für Wehrpflicht auch in den „roten Hochburgen“
In 443 von 444 oberösterreichischen Gemeinden stimmten die Bürger bei der Volksbefragung für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Auch in der „Ausreißergemeinde“ Obertraun lagen die Berufsheer-Befürworter nur zwei Stimmen vorne.
Volksbefragung in Oberösterreich
Die Ergebnisse aus den oberösterreichischen Gemeinden:
Teil 1 (Adlwang - Luftenberg):
Teil 2 (Manning - Zwettl an der Rodl):

die das Schiesseisen als ihr Lieblingszeug betrachten, werden sich die Zeiten nie ändern; mit Idioten meine ich die Kriegstreiber, wegen denen es für manche Staaten in der Welt unerläßlich erscheint, auf Waffen (Gebrauch) verzichten zu müssen.
Auch wenn wir derzeit als friedliche (????) Union den Nobelpreis für Frieden "innehaben", es wird immer durchgeknallte Typen geben, die im Amoklauf auf sich und seine Problematiken aufmerksam machen müssen, mit Waffengewalt sozusagen; kaufen wir uns doch alle Waffen und schießen jeden über den Haufen, der uns nach dem Leben trachtet, oder?
Eigentlich komisch, da stimmt die Mehrheit ueber etwas ab was sie gar nicht mehr beruehrt. Die meisten wahlberechtigten Maenner haben das HB oder den Zivildienst schon hinter sich und die meisten die es in Zukunft betrifft, duerfen noch nicht abstimmen. Wahrscheinlich haben sich etliche Befuerworter der Wehrpflicht gedacht: "Wenn ich diesen Scheiss schon machen musste, dann sollen es unsere Kinder auch machen".
Wenn man den Artikel vor ein paar Tagen ueber den Tagesablauf beim BH und Zivildienst liest, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen das ganze BH abzuschaffen. "1 Stunde exerzieren damit die Rekruten das Gehen und Stehen lernen"!?!?!?! Was fuer eine verlorene Zeit!
Und was fuer eine verlorene Chance fuer unsere Kinder etwas zu aendern!
jegliche Ideen für den Betrieb von jungen Lehrlingen im Keim ersticken! So haben wir das 30 Jahre gemacht und dabei bleibt es! Bin stolzer gebürtiger Obertrauner, meine Heimatgemeinde mit Wien einer Meinung! Wien und Obertraun, da sind die Weana Maderl und mein Vater, der "Singende Seewirt von Obertraun" , hat sich aus "Liebe" in Wien am Zentralfriedhof begraben lassen!
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